Hey Anna,

Good to hear from you. Everything with me is fine its
really cold over here so make sure you have plenty of
warm clothes when you get over(„,).

[... ]

I should have some good things for us to do when you
get over to keep you entertained :-) I know how you
get bored very easily.

See Ya Soon,
Francis

Wie schon gesagt, am 29.12. geht mein Flieger nach Dublin und ich fahre schnellstmöglich zu Francis und seinem Bruder nach Galway um dort mein Silvester zu verbringen.

Also es ist dort sehr kalt *bibber*, aber damit habe ich schon gerechnet. Es werden also viele warme Socken in meinen Rucksack gestopft. Das ist alles machbar, ich werde nicht erfrieren! Die Wettervorhersage für die nächste Woche erzählt mir gerade, dass es in der nächsten Woche zwischen 2 – 8 Grad kalt wird. Noch keine Minustemperaturen… Ich bin mal gespannt wie es Ende Dezember wird.

„Ich habe mir schon ein paar tolle Dinge überlegt, mit denen ich dich unterhalten kann. Ich weiß ja wie schnell du dich langweilst“

Doofkopp :-) Ich habe mich ja gar nicht gelangweilt bei den Jungs! Da gab es auch keine Möglichkeit zu :-) Aber nunja, gegen viel zu sehen und erleben, habe ich bekannter Weise überhaupt nichts :-P

Ich habe vor kurzem erst die Bilder aus Galway in der Hand gehabt. Im Sommer war es an der Westküste wunderschön und irgendwie bezweifel ich nicht im geringsten, dass dies im Winter auch so ist. Ich bin überzeugt, dass die kalte Jahreszeit der Landschaft ein ganz anderes, aber genauso faszinierendes Gesicht zaubern wird! Es gibt noch eine Menge Sachen dort zu sehen und ich fange so langsam wieder an zu planen :-)

Ich bin mit meinen Gedanken schon im Flieger :-P

Gleich kommen meine Großeltern und meine Geschwister zu Besuch. Es gibt Sauerbraten!!! Meine Mutter hat sich wieder ganz viel Mühe gemacht und ich bin mir sicher, dass es sehr gut schmeckt :-)

Und zum zweiten Advent habe ich noch etwas niedliches gefunden:

Genießt euren Tag!

Eure AnnaJuliana

EEEENNDDDDLLLIIIICCCHH!!!!

Nachdem Francis die ganze Zeit versucht hat, mich zu beruhigen, habe ich heute endlich die erwartete Post aus Irland bekommen!!! Ein Brief aus drei Zeilen, frei übersetzt:

„Hi Anna, ich hoffe du bist gut in Frankreich gestartet.
Ich war dabei dir einen richtig langen Brief zu schreiben, aber ich hatte irgendwie nicht so viel zu erzählen. Also dachte ich, das hier reicht auch.
Talk to you soon
Francis“ ;-D

Und natürlich: auch meine SD Karte, voll mit schönen Fotos, die ich euch natürlich nicht vorenthalten will… Es handelt sich um den Strandtag in Connemara. Hier einige Fotos, um euch noch eine weitere Seite Irland zu zeigen:

…Ihr seht: ich fands kühl bei 23 °

… aber ich war im Meer! :-)

Quatsch beim Essen gehört dazu

Die andere Landschaft auf dem Rückweg

Ich würde es sofort kaufen…

Ich freu mich so sehr auf Silvester mit dieser Truppe!!!

Hey folk,

ich habe es zumindest schonmal geschafft meine Favoriten-Bilder der ersten zwei Wochen meiner Reise online zu stellen. Hier der Link zu meinem Picasa-Webalbum, falls ihr schnüffeln wollt.

Mir fehlen immernoch Fotos :-(
Für den Irlandteil die Fotos, die die Niederländer in Killarney gemacht haben. Der Tag war so toll. Ich erzähle euch nochmal in Kurzfassung das Erlebnis, für die Leute, die schon nicht mehr durchblicken, oder es noch nicht gelesen haben…

Ich habe eine Horde Niederländer in einem Hostel kennengelernt, nachdem ich, nach über 10 Stunden Fahrt und Suche nach einem Platz zum übernachten (das war wirklich kein Kinderspiel!), endlich ein Dach über dem Kopf hatte. Den Abend haben wir dann im Pub ausklingen lassen, und beschlossen den nächsten Tag zusammen zu verbringen.

Es ging zum Killarney National Park. Der Weg dorthin setzte sich aus Zug und Trampen zusammen. Dann sind wir gewandert und gewandert und zurück nach Killarney mit einem kleinen Boot. Das Boot haben wir nur durch Zufall gefunden gefunden. Eine deutsche Wandergruppe (eine organisierte Tour) hatte zwei dieser Boote gemietet. Es war aber auch noch Platz für uns frei, für 15 Euro / Person. Die Fahrt ging ca. 3 Stunden. Könnt ihr euch das vorstellen? Wir sind bei Sonnenschein losgefahren, aber schon mit Warnung, dass es am anderen Ende des Sees regnet. So kamen wir in der Mitte der Fahrt in einen richtigen Schauer und zum Ende wurde es wieder sonnig. Wir hatten allesamt ein nasses Hinterteil ;-)
Die Niederländer sangen dann Kinderlieder mit Mitmachbewegungen (ich sang in deutscher Übersetzung: „nach vorne, nach hinten, nach links, nach rechts,..“), was die Bootfahrt um einiges abenteuerlicher machte. Unser Bootsführer erzählte irische Geschichten, und auf der Fahrt konnten wir unter anderem ein „deer“ und einen Adler begutachten.

Zurück zu den fehlenden Fotos. Wenn mein Kopf nicht angewachsen wäre, würde ich den auch irgendwo vergessen… Wie oft habe ich den Satz schon ehört… Aber ja, irgendetwas musste ich vergessen… meine SD Karte im Laptop meines Couchsurfers Francis… JUHU. Er hat sie mir schon nach Frankreich geschickt, aber bis jetzt habe ich noch nichts bekommen (es ist jetzt etwas über eine Woche her). Ich befürchte, dass es irgendwo verschütt gegangen ist…

Ein Kanadier, den ich aus Versehen mit „hey american boy“, angesprochen habe, woraufhin er ein wenig aufgelöst war ;-) , hat es noch besser gemacht und in Ibiza seine komplette Kamera im Taxi vergessen… Ich bin auch betroffen, der Herr hat die Fotos beim Canyoning geschossen… Ich befürchte es bleiben mir nur Erinnerungen an den Tag :-(

Ich kann das alles wieder fast noch toppen… Es spielte sich alles in Bordeaux ab:
Nikon D60 the Paparazzi against Bordeaux the Hauptbahnhof…
Wer gewinnt den Kampf?
Siehe da…die Nikon geht rapide in die Offensive…
aber neeeeiiiiiiin….
sie verletzt sich bei dem Angriff selbst und geht k.o. in der ersten Runde.
Was ein Kampf!

Mein Objektiv ist hinüber, das Fazit eines Grenobler Fachmanns: Irreparabel! Damit habe ich den ganzen gestrigen Tag verbracht. Ich habe danach Objektive in Geschäften angeschaut und ausprobiert, danach hat mich meine Wut so gepackt, dass ich nach Hause gelaufen bin. Ich habe meinen Kopf unter das Kissen gesteckt, ganz fest zugedrückt und mir an die 50 Mal selbst gesagt: „Du bist so unglaublich tollpatschig, Anna Schmitz… KONNTEST DU NICHT BESSER AUFPASSEN????“

Der Mann erzählte mir noch von einem Kunden, der dieses Problem drei Mal hintereinander hatte… Ich möchte ihn gerne kennenlernen, er bekommt von mir eine Medaille, nein eine goldene Statue… Wie bitte hat er diesen Wutkampf gegen die eigene Person überstanden?

Die nächste Phase war dann eine selbstbemitleidungsphase, die ging bis zum Nachmittag. Abends war ich dann endlich wieder Lösungsorientiert und habe mir ein paar Objektive rausgesucht. 2 sind in der Endausscheidung angekommen, jetzt brauche ich noch die Hilfe meines Lieblingsfotografen Lars (*liebanguck*).

Grade denke ich lieber über was anderes nach. Ich habe meine „To do“ Liste für meine Grenoble-Zeit erweitert:

  • Fotos von Grenoble (immernoch nicht abgehakt)
  • Musée de Grenoble (immernoch nicht abgehakt)
  • Noch einmal auf die Bastille im Hellen und im Dunkeln (immernoch)
  • Besuch einer der Tropfsteinhöhlen hier („Grotten“) (immernoch)
  • Einmal will ich auch noch wandern (immernoch)
  • Lyon anschauen (neu)
  • Rundflug zum Mont Blanc (ich habe schon Kontakte)
  • 2 Paragliding Tandem (auch hier habe ich schon Kontakte)
  • Fotokurs (schon als Interessent vermerkt)
  • traditioneller Tanzkurs (eingeschrieben)
  • Wochenende in Turin
  • Paintballspielen und meine Familie besuchen (in zwei Wochen!!!)

Im Moment liege ich übrigens noch im Bett, muss mich aber gleich mal erheben, um auf den Markt zu gehen. Mein Mitbewohner schläft auch noch, also vertrödel ich mir die Zeit ein wenig.
Ich habe gerade im Internet geschnüffelt und das gefunden:

http://www.dipdive.com/dip-politics/ywc/

Es ist das „Yes we can“ – Lied, geschrieben um Obama zu unterstützen. Ich finde so ein Fund ist der richtige Start in meinen Morgen.

Soooooo… Nun wirds Zeit… Bis zum nächsten Post (bis dahin hörts dann hoffentlich auch mal auf zu regnen, und ich kann wieder ein paar spektakuläre Dinge erleben)

Eure Anna

Nachtichidee:

  • Brot bestrichen mit Ziegenkäse für ein paar Minuten im Ofen rösten
  • danach mit Honig bestreichen und essen :-)

Hey ihr,

ich sitze grade an einem der beliebten Computer im Hostel. Ich bin irgendwie furchtbar muede, da ich in der Nacht kaum schlafen konnte. Draussen regnet es fuerchterlich, dafuer gehts meiner Erkaeltung schon besser.

Mir geht eine Geschichte aus Cork nicht mehr aus dem Kopf. Mein Couchsurfer Sean lebt mit seiner Mutter 10 Minuten vom CityCenter entfernt und ich war erschrocken ueber die vielen aermeren Viertel dort. Er warnte mich schon vor, dass sie am Tag drauf umziehen wuerden und als wir ankamen wusste ich auch warum. Das ganze Haus war uebersaeht von Schimmel, und ich meine wirklich das ganze Haus.

Ich habe noch nie so schwarze Waende gesehen und mir tat diese Familie sehr leid.
Sie erzaehlten mir, dass es in Irland keine mieterfreundlichen Gesetze gaebe. Der Vermieter muesse den Schimmel nicht entfernen. Sie leben nun 2 Jahre mit den Gefaerhten zusammen. Im Winter sei es furchtbar kalt und unertraeglich. Die Mutter waescht wohl jede Woche die ganzen Waende aber es waechst alles sehr schnell nach und viele Ecken kann sie einfach nicht erreichen.
Wirklich furchtbar…

Ich habe mich mit der Australierin von gestern darueber unterhalten. Sie wollte nach 5 Monaten Europa endlich nach Hause und das hat seine Gruende. Es gibt hier eben nicht die „Standards“ die man von zu Hause kennt. Viele Zimmer hier sind ein echter Witz und ich kann das alles sehr gut nachvollziehen. Ich habe nicht so viele krasse Dinge erlebt wie sie, aber ich bin auch froh wenn ich wieder in einem normalen Bett schlafen kann, mit einem vernuenftigen Bad und vor allem mit richtig warmen Wasser.

Sie erzaehlte mir von ihrem Trip durch England und dass sie einen Tag sehr lang unterwegs war und fuer den Abned ein sogenanntes „Health Care Hotel“ in einem kleinen Fischerdorf gebucht hatte. Als sie ankam war es nur ein Campingplatz und sie wurde zu einem kleinen Wohnwagen gefuehrt der wohl mehr als nur klein und dreckig war. Sie dachte sich sofort, dass sie dort nicht bleiben koenne und sie fuhr einfach noch ein wenig weiter. Sie kam die Nacht bei einer alleinstehenden, aelteren Frau unter, die sie auf der Strasse traf und ihr die Geschcihte erzaehlte.

Ich finde es sehr interessant diese Geschichten zu hoeren. Und ich kann vieles zum Teil nachvollziehen. Als ich in Tralee in dem Hostel nur noch eine Dusche nehmen wollte und ich dann drei Weinbergschnecken die Waende hochkriechen sah, hatte ich das gleiche Gefuehl: „Lieber stinke ich einen Tag als hier mehr Zeit als noetig zu verbringen!“ :-)
Oder das Drecksloch in Dublin in dem ich die erste Nacht war… Nur war ich da zu muede, um meinen Rucksack zu packen und zu gehen. Ich kann die Australierin also sehr gut verstehen. Wir haben lange gequatscht und sie hat mich zu ihr nach Melbourn eeingeladen…. Naechstes Jahr Rucksacktour durch Australien??? :-)

Gestern Abend war ich noch mit ein paar Deutschen aus Nuernberg im Hardrockcafe (Zitat einer Kanadierin: „Touri stuff“ :-) ). Das Cafe ist in der „Tempelbar“ in Dublin, einem Gebiet wo sehr viele Pubs, Clubs und Cafes sind und Dublin in der Nacht zum Tag wird. Es war sehr viel los: verkleidete Menschen, Strassenkuenstler, Musik ueberall… Ich hoffe, dass ich die Jungs und Maedels in Deutschland mal wiedersehe… Aber das wird bestimmt machbar sein.

Heute werde ich die Kueste hinunter reisen und versuchen ein Hostel in Wexford zu bekommen. Von dort habe ich es nicht wirklich weit zur Faehre und ich muss dann nicht um 7.26 Uhr von Dublin in den Zug (unmenschlich oder?)

Ich werd denn auch mal fruehstuecken :-)
Ich wuensch euch allen einen spannenden Tag!

Anna

Hey there,

Ich bin mal wieder in Dublin gelandet. In einem etwas teurerem Hostel mitten in der Innenstadt und hey, ich glaube ich habe das beste Bett, auch wenn es in einem 5-Mann-Zimmer ist. Ich kann direkt auf eine Kathedrale schauen und den Sonnenuntergang beobachten.

Es ist meine vorletzte Nacht in Irland. Irgendwie schade. Aber ich freue mich auch auf Frankreich.

Die Nacht in Cork war okay. Ich habe meinen Couchsurfer noch erreicht, und ihn um 21 Uhr in der Stadt getroffen. Bis dahin habe ich geshoppt (Tasche, Ohrringe, Top :-) ) und eine irische italienische Piza gegessen (Pizza mit Pommes und Cola). Natuerlich habe ich mir auch noch ein wenig die Stadt angesehen.

Heute habe ich wieder viele interessante Menschen kennengelernt. Eine ueber 80 jaehrige Frau im Zug, die mir von ihrem frueheren „Boyfriend“ in Frankreich erzaehlt hat und eine Zwillingsschwester hat, die momentan ihr Haus huetet. Dann war da noch eine Kanadierin, die auch alleine durch Irland tourt und eine aehnliche Route hatte. Und eine aeltere Australierin die seit 5 Monaten durch Europa reist und eigentlich ein Jahr reisen wollte, aber nur noch nach Hause will und, nach einem Riverdance-Besuch morgen, wieder in den Flieger steigt.

Aber naeheres morgen frueh :-)

Alles Liebe
Anna

Hallo ihr Lieben,

ich habe nach Tagen mal wieder Zeit ins Internet zu gehen.
Ich sitze grade in einem Internetcafe Cobh (frueher Queenstown genannt. Wer den Film Titanic so oft gesehen hat, wie ich, dem duerfte der Name bekannt vorkommen :-) )

Aaaalso. Ich war denn doch nicht Reiten. Statt dessen hat Francis ca 10 Leute motiviert zu einem Strand in Connemara zu fahren und mich in einen Van gepackt. Los gings…

Der Himmel war zwar strahlend blau, und die Temperaturen fuer Iren schon fast zu warm, aber ich deutsche Frostbeule sass im Sand in Pulli und langer Jeans. Nach ca 50 Rechtfertigungen, warum ich definitiv nicht in das noch kaeltere Wasser gehen wuerde, war ich es dann Leid und gab auf. Ich muss ja immerhin auch sagen koennen, dass ich in Irland im Meer schwimmen war, oder nicht?!? Also hab ich meinen Bikini geschnappt und die Zaene zusammengebissen. Jedenfalls kam es mir hinterher am Strand waermer vor :-)

Ich hab die Nacht dann spontan nochmal in Galway verbracht und dafuer Limerick sausen lassen (good decision). Am naechsten Tag ging es dann „direkt“ weiter nach Killarney.
Und nun hoert die Geschichte meines schlimmsten Tag hier in Irland…

Ich bin um 9.30 Uhr in Galway in den Bus gestiegen. 6 Stunden „Expressway“-Bus nach Killarney. Keine Toiletten, nur Stopps um mal eben die naechsten 20 Leute einzusammeln…

Mein eigentlicher Plan war nach Kenmare zu fahren, weil dort mein naechster Couchsurfer warten sollte. Leider bekam ich nur seine Mailbox zu hoeren. Also bin ich in Killarney ausgestiegen, in der Hoffnung ihn noch zu erreichen, und wenn nicht, dort ein Hostel zu buchen.

Es kam natuerlich wie es kommen musste. Ich habe ihn nicht erreicht und auf dem Weg zu einer Touristeninformation waren alle Hostels schon ueberfuellt. Mein netter Held namens Jamie in dem Touristenbuero hat dann saemtliche Hostels in Killarney angerufen: NO CHANCE!!! Alles voll von Touristen… Habe ich erwaehnt dass ich dort schon 7 Stunden mit meinem 18 kg schweren Freund unterwegs war?!?…. Jamie hat dann noch Nachbarstaedte durchtelefoniert und ein Hostel in Tralee gefunden (ungefaehr 45 min mit dem Zug entfernt). Dort habe ich dann eins der letzten Betten in einem 8-Mann-Zimmer bekommen, fuer die naechsten beiden Naechte. Dass im Badezimmer 3 Weinbergschnecken herumkrochen, will ich irgendwie vergessen. Komisches Gefuehl…

Jetzt habe ich aber den Weg nach Tralee ausgelassen, der Tag war ja noch nicht zu Ende… Am Bahnhof angekommen hat mich der nette Schaffner darauf aufmerksam gemacht, dass die Zuege nicht fahren wuerden, weil irgendetwas kaputt sei.
Bad luck, Anna… Es wuerden Busse als Ersatz fahren, nur leider waere meiner schon weg, der naechste kaeme in zwei Stunden…

Ich wurde dann von zwei Franzosen, die das Schauspiel mit angesehen hatten, auf ‘nen Drink in einen Pub eingeladen. Sie hatten ihre Tour gerade beendet und waren auf dem Rueckweg zum Flughafen. Sie waren sehr amuesiert ueber meinen heftigen Tag… Wieder am Bahnhof angekommen kam der lustige Schaffner auf mich zu, um mich zu fragen wo genau ich nochmal hin wolle… „Tralee? No, that Bus ends here in Killarney. We can call you a taxi!“ Immerhin auf Kosten der Bahngesellschaft hier…Schön wäre es zwei Stunden früher gewesen…

Der Abend war dann wieder positiv. Ich habe eine Horde Niederlaender kennengelernt, und habe den Abend und den naechsten Tag mit ihnen verbracht. Wir waren im Killarney Nationalpark. Sind zu einem Aussichtspunkt getrampt und danach 8 km gewandert, anschliessend mit einem Boot wieder zurueck nach Killarney gefahren. Das war echt ein toller Tag, wir haben viel gelacht, und super viel gesehen.

Heute bin ich dann nach Cork und habe auch hier meinen Couchsuerfer nicht erreicht. Mal sehen ob das noch klappt. Zu aller Sicherheit habe ich aber einen Namen eines Hostels, dass wohl sehr gut sein soll.
Gerade hat es geregnet und ich bin ein wenig krank. Aber das wird alles wieder, habe ja meine Reiseapotheke dabei.

Nur ein paar Fakten, die man UNBEDINGT ueber meine Reise noch wissen sollte:
- ueber 2000 fotos
- 2,30 Euro fuer einen Cheeseburger bei Burger King
- 18 Euro fuer eine Pizza in Killarney
- bis jetzt insgesamt ueber 16 Stunden in oeffentlichen Verkehrsmitteln
- …

Ich werde euch weiter auf dem Laufenden halten, so weit ich die Zeit finde :-)

Viele liebe Gruesse
Anna

Hey,

es ist jetzt mein dritter Tag hier in Irland und ich habe endlich einen vernuenftigen Internetzugriff um euch mal wieder ein Lebenszeichen zu geben.

An meinem ersten Reisetag war ich in Dublin. Diese Stadt ist so aufregend. Sie hat 1000 Gesichter. Ich habe direkt eine „Hopp on – Hopp off“ – Tour gemacht, weil es so viel zu sehen gibt.
Man steigt in einen Bus, der die schoensten Punkte der Stadt anfaehrt. Man kann ueberall aussteigen und in einen der naechsten Busse einsteigen. Sie fahren alle 10 Minuten und die Busfahrer erzaehlen sehr viele Dinge ueber die Stadt.
Wenn ihr mal in Dublin seid: Es ist das Beste was ihr dort machen koennt, um einen Eindruck zu bekommen.

Leider wurde ich von einer Menge Regen ueberrascht, so dass ich alle meine Sachen wechseln musst, sogar Schuhe und Socken. Und mein Rucksack war nicht wirklich Staedtetrip-tauglich.
Ich bin dann bei der Guiness-Brauerrei aus dem Bus und habe den Tag im Guiness-Museum verbracht. Es war sehr interessant und ich habe eine Menge Fotos gemacht. Im obersten Stockwerk ist eine Bar, in der man ueber die ganze Stadt sehen kann. Man bekommt dort ein Guiness und kann ein wenig entspannen…

Danach habe ich dann meinen ersten Couchsurfer getroffen: Tony!!! Tony wohnt in der Innenstadt Dublins in einer Kellerwohnung mit einer schwangeren 20-Jaehrigen und seiner Boa Constrictor Keith! Die Schlange ist der Wahnsinn! ich durfte sie ein paar mal aus dem Terrarium holen und sie hat sich sofort um meine Hand gewickelt. Tolles Erlebnis!

Jetzt habe ich einen Teil meines ersten Couchsurfing-Erlebnisses ausgelassen, Tony’s Wohnung ist ein einziges Drecksloch. Ich habe noch nie in meinem Leben so ein dreckiges Fleckchen Erde gesehen! Naja. Immerhin war er sehr hilfsbereit und ich war so muede, dass mir das alles irgendwann egal war.

Mein zweiter Tag bestand dann noch zur Haelfte aus Dublin. Ich bin in ein Gefaengnis gefahren, und habe dort eine Fuehrung mitgemacht. Es ging um oeffentliche Hinrichtungen und die Zellen waren unglaublich unmenschlich. Man muss das wirklich gesehen haben! Koennt ihr euch vorstellen, dass dort Menschen an Hunger oder Kaelte gestorben sind, in einem staatlichen Gefaengnis?

Danach bin ich dann in den Zug nach Galway. Es handelte sich um einen Intercity, aber mit unserem Schienensystem absolut nicht zu vergleichen! Leider kann ich hier kein Foto hochladen, aber es wird folgen. Die Tour ging 3 Stunden lang, aber ich habe eine Englischlehrerin kennengelernt und mir viele Geschichten angehoert ueber spanische und franzoesische Stundenten in Dublin und die Mietpreise in Irland. Spaeter gabs dann den typischen betrunkenen Iren, der in seinem Leben so viel erlebt hat und Deutschland mag, weil es Steffi Graf und Boris Becker gibt :-)

In Galway angekommen, waere ich am liebsten direkt wieder gefahren. Ich habe eine halbe Stunde versucht eine Telefonkarte aufzutreiben, und eine Touristeninformation zu suchen. Ich wollte meinen naechsten Couchsurfer erreichen, aber ohne Telefonkarte war das leider schlecht. Nun muesst ihr euch vorstellen, ihr habt keine Ahnung wo ihr seid, und alle Menschen die ihr fragt, sind nicht wirklich freundlich und lotsen euch irgendwohin, obwohl dort nichts von dem ist, was ihr gesucht habt. Nach einer halben Stunde habe ich dann aufgegeben. Ich war super fertig und habe diese Stadt schon angefangen zu hassen, bis zu dem Zeitpunkt an dem Francis, mein naechster Couchsurfer, laechelnd auf mich zu kam, nur „How are you, girl?“ fragte und meinen Rucksack nahm. GREAT MAN!!! Er ist womoeglich der interessanteste Mensch, den ich je getroffen habe. Er hat in Schottland Marketing studiert und nach einem Jahr sich nicht mehr wohl gefuehlt, sein Studium geschmissen und verdient sich jetzt, haltet euch fest, mit Poker eine kleine goldene Nase. Er wohnt in einem Haus, etwas ausserhalb in einem wunder, wunderschoenen Stadtteil und hat seinen ganz eigenen „Way of Life“.

Er hat sich extra fuer den naechsten Tag (heute) ein Auto geliehen, um mir die schoensten Stellen zu zeigen. Und, oh my god, es ist fantastisch hier!!! Wir waren an den Cliffs of Moher und den Burren. Wir hatten sehr viel Glueck mit dem Wetter und ich konnte ein paar sehr schoene Schnappschuesse machen. das wohl spektakulaerste war, als er mich zu einer Ruine brachte und meinte ich solle doch bitte anfangen auf einen noch halb erhaltenen Turm klettern. Ich dachte er macht Scherze, aber als er wie ein kleines Aeffchen die Steine hochkrackselte, wusste ich dass ich da wohl hinterher muss :-) Keine Sorge, es ist nichts passiert. Und diese Aussicht…

Ich bin gespannt, was morgen auf mich wartet. Francis erzaehlte etwas von Horseriding. Sein onkel hat wohl eine farm etwas ausserhalb. Ich ueberlege schon ob ich nicht einfach hier bleibe :-)

So, nun werde ich den Tag ein wenig ausklingen lassen.
Ich lass euch viele irische Gruesse hier!

Anna