… und jeder Tag wird ausgekostet. Mein gestriger Tag in Bildern und Worten:

Um 07:45 Uhr in der früh ging ein Bus Richtung Vercors, um mit HP Praktikanten wandern zu gehen. Da allerdings die Uhrzeit zu viele abgeschreckt wurden, blieben noch ein Praktikant aus Marokko, und ich…

Wir sind mit dem Bus an einem durchaus berühmten, oder auch berüchtigten Ort vorbeigekommen: das Gefängnis. Vor einigen Monaten wurde hier ein Häftling von einem Scharfschützen erschossen. Der Schütze lauerte auf dem angrenzenden Hügel… Hier könnt ihr mehr darüber lesen!

dsc_0750a

Auf 1000 Meter Höhe angekommen, haben wir spontan unsere Route geändert. Das Wetter war für Berg krakseln einfach zu schlecht und Wälder und Ortschaften haben auch eine Menge zu bieten. Unsere Wanderung belief sich dann auch insgesamt 9 Stunden!

dsc_0443a

Der androhende Winter hat schon seine Arbeit getan. Alle schönen Farben befinden sich mittlerweile auf dem Boden und nicht an den Bäumen…

dsc_0564

Durch das viele Laub kamen wir oft von den Wegen ab (nicht alle „Wege“ sind so offensichtlich Wege wie wieder dieser hier). Wir mussten uns querfeldein zurecht finden, zumindest so lange bis der nächste Weg in Sicht war.

dsc_0480a

Wir haben ein paar sehr interessante Dinge gesehen, denen wir keinen Namen geben konnten. Jetzt sind wieder Naturkenner gefragt, was ist das alles?

Was ist das Nr. 1 (die nächsten beiden Bilder):

dsc_0511a

dsc_0513a

Was ist das Nummer2 (bzw was sind das für Fusseln?):

dsc_0521

Was ist das Nummer3:

dsc_0543

Diese süße Muh-Kuh wohnt in einem kleinen Dorf.  Ich musste sie aus logistischen Gründen leider zurück lassen… *Schnief* *Taschentusch zieh* *Schnief*

dsc_0616a

dsc_0738a

Diese Dinge findet man typischerweise in französischen Vorgärten:

1. lässige Affen

dsc_0451a

2. leckere Früchte (wenn auch schon ein wenig schrumpelig)

dsc_0684a

dsc_0691b

3. hübsche Blumen

dsc_0708a

oder auch 4: rebellische Puppen

dsc_0701a

Zurück in wirklich bewohnten Gebieten, gab es dann noch ein Inline-Hockey-Spiel: In meinem persönlich letzten (*schnuff*) Spiel der Yetis Grenoble, mussten sie sich gegen den immer wieder amtierenden, französischen Meister aus Ardennes durchkämpfen.

dsc_0794a

Das Spiel war spannend, aber leider nur für Ardennes erfolgreich. Die Mannschaft von Ardennes ist aber auch die einzige in Frankreich, die ihre Spieler bezahlen können. Ihr neuster „Einkauf“ ist Itan Chavira, aus Kalifornien, als Mitglied des US-amerikanischen Nationalkaders, einer der besten Spieler der Welt. Aber keine Sorge, mir persönlich hat der Name auch nichts gesagt.

dsc_0830a

Ich habe total blöd geguckt, als eine Gruppe Jugendlicher unsere Unterhaltung über Frankreich unterbrach um Autogramme zu sammeln und Fotos zu schießen. Jedenfalls habe ich noch erfahren, dass er sehr gut leben kann, alleine durch seinen Sport. Ardennes bezahlt ihm die Wohnung in Frankreich, Flüge in die USA, und ein kleines Taschengeld in vierstelliger Höhe… nicht schlecht Itan…

Zum Abschluss gab es nochmal ein kleines, unbedeutendes Interview:

dsc_0841

Aber das kommt nicht ins Netz ;-)
Das war die lustige Schnapsidee des Interviewers, als ich ihn gefragt habe, ob er das andere Video an meine Eltern schicken kann. Ich hoffe in meiner Heimatstadt freut sich jetzt ein Ehepaar auf seine Post :-)

So, nun schnapp ich mir wieder meine kamera und gehe raus… Grenoble wartet auf mich…

Liebe Grüße

Anna

Ein Arbeitskollege kam mir gerade grinsend entgegen und hat mir hiervon erzählt:

Mein furchtbarer Versuch etwas zu Übersetzen!

Meine Reaktion: „Ce n´est pas vrai, C´EST NE PAS VRAI!!!“
(„Das ist nicht wahr, DAS IST NICHT WAHR!!!“)

Und komischer Weise kamen immer mehr Kollegen dazu die mystischer Weise schon von dem Video wussten… ich finde den Maulwurf noch… :-)

Man nehme etwas Spontanität, Aufregung, und nicht verstandene Fragen und schon könnte man der Witz aller Menschen sein, die deutsch, oder französisch verstehen… Verdammt…

Lieber Herr ehemaliger Französischlehrer (ich möchte keinen Namen nennen),
Ich weiß, dass sie sich die Hände über dem Kopf zusammenschlagen wenn Sie das sehen… :-D

…Ich glaub mein bauch tut weh vom schlapp lachen…

Könnt ihr euch das vorstellen?

 

Fast alles was noch halbwegs jung ist (außer mir), hat sich heute in einen Reisebus nach München gesetzt, um eine Maß auf dem Oktoberfest zu heben!!! Wie sagt der Franzose doch da: incroyable  (=unfassbar)

 

 

Fakten:
Budget: 200 € Fahrt und Zelten
Entfernung: 726 km
Fahrtzeit (eine Fahrt): 7,5 Stunden
Bus: ausgebucht

 

 Ja, dann mal Prost!!!

 

Buaaaah…
Ich bin so furchtbar müde.

Ich bin gestern schon gegen 21.30 Uhr eingeschlafen, als ich auf einen Anruf eines Freundes aus Deutschland gewartet habe. Schicksal, denn dieser hat mich dann eine Stunde später geweckt und nach 45 Minuten telefonieren war ich wieder hellwach.

Es tat trotzdem richtig gut, mal wieder mit einem Freund über Gott und die Welt zu quatschen.

Ich konnte nicht mehr einschlafen, also ab mit mir in das Herz unserer Wohnung…Die Küche… Bruno und sein Bruder haben nämlich sich ein Mitternachtsfestmahl zubereitet. Ich hätte zwar keinen Bissen herunterbekommen (mir war immer noch schlecht von dem französischen Kümmelgouda des Tages zu vor, den mochte mein Körper überhaupt nicht!) aber ich habe mich noch dazu gesetzt um noch weiter zu quasseln…

In der Horizontalen war ich dann aber erst nach halb 1… So ist das nun mal in meinem grenobler Leben, ich komme zu nichts bei der ganzen Ablenkung ;-)

Heute Abend ist übrigens wieder Soirée Intègre von Erasmus, morgen ist der Rundflug (bibber) und am Donnerstag ist ein Treffen in der Grenobler Innenstadt um einen „Super-Flash-Mob“ zu bilden… Was auch immer das heißen soll!

Im Internet findet man dazu das Bild hier:

Natürlich ist meine Kamera an jedem dieser Tage mit von der Partie… Ich möchte euch ja zeigen was für eine Aktivitäten-Hochburg Grenoble sein kann.

Bis bald :-)

Anna

Zu Essen gabs für mich bis heute nicht wirklich viel, da der Kümmelgouda mir anderthalb Tage Übelkeit und Magenkrämpfe verschafft hat… Nie wieder Kümmelkäse!!!
*Notiz an mich selbst*

huch, schon wieder so lang her mein letzter Post und ich glaube, ich bekomme die Ereignisse schon nicht mehr den Tagen zugeordnet :-)

Mein französisch entwickelt sich langsam und gemächlich doch etwas. Ich kann nun auf der Arbeit auch ein wenig mit „sticheln“ und werde auch in Witze mit eingebunden (Ich musste letztens jemandem den Nachtisch klauen. Er hat das auch ewig lang nicht bemerkt, erst als er seine Kuchengabel zur Hand nahm, schaute er dann doch ein wenig skeptisch :-) )

Am Freitag war ich mit den anderen Praktis essen. Es sind doch eine Menge „Nicht-Franzosen“ unter ihnen. Ich habe mir dann alle Mailadressen aufschreiben lassen, damit man mal Nachmittags oder am Wochenende was zusammen machen kann. Als ich dann eine Mail an Alle geschrieben habe, kamen immer neue Leute hinzu. Nun sind wir schon bei knapp 40 Praktikanten. Total genial.

Am Freitag abend war dann ein Festival auf der „Bastille“. Sie befindet sich auf einem Berg in Grenoble. Es fährt eine Seilbahn hoch und herunter. Eine Bahn befindet sich aus 5 kugelförmigen Wagen. Offiziell heißt sie Téléphérique, von uns wird sie seit Freitag nur liebevoll die „Bubbles“ genannt (Wir mussten diesen Ausdruck von einer romänischen Praktikantin übernehmen :-) )
Und da wären wir auch schon einen Schritt weiter, ich war mit zwei Praktikantinnen oben, einer Romänin und Nan. Nan hat auch gleich noch chinesische Freunde mitgenommen und deren Freunde und schwups waren wir zu acht. Oben auf der Bastille waren auch mein Mitbewohner Christoph und viele Erasmusstudenten. Es gab ein Konzert einer französischen, -ich glaube man kann es Rock nennen-, Band. ich habe die Texte zwar nicht verstanden, aber die Lieder waren gar nicht mal so schlecht. Und was wirklich sehr beeindruckend war: Direkt hinter der Bühne, war ein wunderschöner Ausblick auf Grenoble bei Nacht…wow…this was really amazing!!!
Ich kann jetzt wieder mehr Worte auf chinesisch, auch wenn ich bezweifle, dass jemand das verstehen kann :-)
Nun kann ich: Hallo, Hast du schon gegessen? Wie gehts?, Gut, Nicht gut, Ich heiße Anna, Ich liebe dich und Schokolade ;-)
Christophs Kumpels haben vor dem Konzert wohl jongliert (Ja…Ich habs verpasst… Schande über mein Haupt). Später habe ich dann noch eine kleine Privatvorstellung eines Artisten (ein Salto aus dem Stand) bekommen und durfte den Jongleuren noch ein wenig beim Üben zusehen. Ha, man braucht nur einen Mitbewohner mit VIP-Bändchen, so einfach ist das :-)

Nach dem Festival war ich dann noch mit einem portuiesischen Erasmusstudenten in einer Bar, also irgendwie war es ne Bar mit Discostimmung. Wir wollten unserem Neuseeländer Hallo sagen gehen, aber uns hat das jetzt net soo wirklich gefallen und es war immerhin auch schon nach 01.30 Uhr. By the way: In Grenoble schließt übrigens alles um 2 Uhr. Ich kam gerade zu Hause an, da steht Bruno vor der Tür, mit seinen Freunden im Schlepptau. Er hatte ihnen (ein russisches Paar) in der letzten Woche ein wenig Frankreich gezeigt. Es ist wirklich super spannend, Menschen aus anderen Kontinenten zu treffen. Denn man merkt wirklich unterschiede im Verhalten, Kleidung, Auftreten,…. Sascha und Jascha heißen die beiden übrigens, wirklich unheimlich nett. (Kreuzchen in meiner Liste bei Moskau :-) )

Samstag hat es furchtbar geregnet. Christoph und ich waren noch kurz einkaufen aber dann haben wir uns den ganzen Tag in der Wohnung versteckt. Nicht dass ich zu irgendwas gekommen wäre, ich habe Fotos sortiert und Shaun the Sheep geschaut (einfach mal bei youtube eingeben, für die Leute die es nciht kennen :-) )

Abends hatten wir wieder volles Haus. Christoph hat ein paar Freunde eingeladen und gekocht. Natürlich können irgendwie alle seine Freunde jonglieren, nur eben ich nicht. Aber immerhin habe ich dann Tipps bekommen, wie ich am Besten damit anfangen soll. Ich stand dann den halben Abend in der Jonglierer-Runde, mit meinen zwei Bällen um die Technik zu lernen und immer wieder bis drei zu zählen. Um mich herum flogen 3 Keulen, 4 Bälle, drei Ringe und so weiter… Also ein bisschen blöd kam ich mir schon vor, weil ich ja noch nicht mal die Technik mit zwei Bällen gut beherrsche bis jetzt :-) )

Heute scheint die Sonne, aber ich habe eine Wäsche gewaschen, aufgeräumt und gleich muss ich noch ein wenig was für die Uni tun. Aber heute Abend möchte ich mir dann meine Zeit nehmen, und zum ersten Mal mit meiner Kamera Grenoble zu erkunden. Ich wollte es bis jetzt noch nicht machen, weil ich nach meiner Tour so viele Städte gesehen habe. Für Grenoble wollte ich mir Zeit nehmen. Ich denke nun bin ich auch soweit die Stadt richtig auf mich wirken zu lassen :-)

Mein Essensteil kommt jetzt taus Respekt vor Tansch (die in CostRica nicht wirklich toll zu Essen bekommt) immer unter meine Schlussworte. Tansch, du kannst dann nach meinem Namen, einfach aufhören zu lesen :-)

Also ihr Lieben, weiter im System. Ich muss noch meine Wäsche aufhängen :-)

Liebe Grüße aus den Alpen
Anna

Essensteil :-)

  • Haferflockenbrote
    • Haferflocken in Milch, Olivenöl, Salz und Pfeffer aufgehen lassen
    • Braten
    • Schmeckt total gut zu Salat
  • Da wären wir jetzt bei meinem neuen Standardessen: Salate
    • mit Avokado
    • mit Krabben
  • Nudeldurcheinander alla Christoph (nicht allzu spektakulär)
    • Tomaten
    • Zucchini
    • Paprika
    • Tomatenmark
    • Milch
    • ein Haufen frischer Kräuter
    • und natürlich Nudeln
  • Aber was ihr alle nachmachen könnt, ist ein typisch französischer, und super einfacher Nachtisch
    • Apfelmus mit einem Klaks Quark
    • Es ist wirklich so einfach, nichts besonderes, aber ich kann nicht genug davon bekommen!!!!