Hallo zusammen,
ich bin vor zwei Stunden zu Hause angekommen und habe versucht meine Sinne wieder zu sortieren. Ich muss gleich anfangen zu lernen und einen Vortrag vorzubereiten, also zieh ich das Ganze auseinander und ihr bekommt für jeden Tag Prag einen Blogpost, damit ich noch was schaffen kann.
Angefangen also mit meinem 1.Mai:
Gegen Mittag piepste mein Handy: „We are here“ und ich schnappte mir sofort meine Taschen. Gekreische, Gefiepse, Gedrücke… was man eben als Frauen so macht wenn man sich schon ewig nicht mehr gesehen hat. Kelly und Nan waren immerhin ein ganz großer Teil der Menschen die meinen knapp 4-Monatigen Aufenthalt in Grenoble (Frankreich) zu meinem Grenoble gemacht haben! Kelly´s Bruder Leo hab ich zum ersten Mal gesehen. Er ist Ingenieur auf einem Kreuzfahrtschiff und kennt mittlerweile fast jeden Hafen der Welt. Er hatte eine Menge interessanter, schöner und schockierender Geschichten auf Lager. Dass ich ihn über alles Mögliche ausgequetscht habe, könnt ihr euch sicher vorstellen
Hier erstmal Bilder von unserer Truppe:
Kelly:

Leo:

Nan:

Und natürlich meine Wenigkeit (Das Bild ist extra für kieliscalling! Er hat mich gebeten ein Bier für ihn mitzutrinken… Da ich allerdings kein Bier mag, blieb es bei dem Foto und einem Probierschluck, kieliscalling, ich hoffe du verzeihst
)

Angekommen in Prag erlebten wir dann die erste Überraschung. Unser geplantes Hotel (reserviert auf 3 Personen anstatt 4) lag so weit ausserhalb, dass wir uns entschlossen hatten zu cancellen und uns etwas anderes zu suchen… Lustige Entscheidung! Wenn man nämlich glaubt für 4 Leute bei einem verlängerten Wochenende in Prag etwas zu finden, da hat man falsch geglaubt. Nachdem wir des Öfteren mit „We are full“ abgewiesen wurden, wollten wir dann eine Touristeninformation suchen. Kelly und Nan haben wir dann in der Einkaufpassage zurücklassen müssen, Leo hat sich dann anschließend bei nem Internetcafé verabschiedet, um von dort Hotels zu suchen. Ergebnis: Ein ***-Hotel, 20 min Fußweg von der Innenstadt entfernt. Wir hatten großes Glück und bekamen noch Zimmer
Der Eindruck von der Stadt?!? Kelly und Nan waren etwas enttäuscht, weil jeder so viel von Prag schwärmt. Ich fand die Stadt an sich sehr schön. Allerdings wird es auch nicht meine Lieblingsstadt. Wir haben auf unserem Weg viele arme und verfallene Ecken gesehen, und es waren mir zu viele Touristen überall. Ich hätte lieber mehr Tschechien gefühlt.
Abends wollten wir unser Auto abholen, was wir auf unserer Hotelsuche einfach alleine gelassen hatten. Kurz vor dem Parkplatz hat meine Nase dann anhalten müssen. Ich wäre vor Hunger fast umgefallen und meine kleine Gefährtin hat im Vorbeigehen leckeres Essen gerochen. Sie blieb also stehen, mein Körper machte es ihr etwas später nach und wir mussten in dieses kleine, eigentlich unscheinbare Lokal… Und es entpuppte sich…voilà… als das Runde und Perfekte an diesem Tag: Ein kleines typisch tschechisches Restaurant mit hauseigen gebrautem Bier und ausser uns nicht einem Touristen! Das Essen war traditionell und furchtbar lecker. Mhhhmmm!

Dann hieß es für mich ab ins Hotel und mein Skript schnappen, denn das Lernen durfte ich in Prag ja trotzdem nicht vergessen. Die anderen haben sich dann eine Bar gesucht um die im Vergleich zu Frankreich so günstigen Drinks auszukosten
Das also zu meinem ersten Mai. Hier noch ein paar Dinge, die ich mit meiner Kamera eingefangen habe:


Das nächste Bild steht übrigens für eine sehr typische Eigenschaft Tschechiens: Plakate werden einfach überklebt und überklebt, bis der ganze Batzen herunterfällt. Irgendwann macht es dann jemand weg und der Prozess beginnt von vorn… Auch ne Lösung. Ich fands irgendwie interessant.

Bei diesem Auto waren wir alle so…. „ich will auuuuuuuuucccccchhhhhhh“

Soooo das wars heute von mir. Ich werde jetzt lernen… Macht euch einen schönen restlichen Tag,
Eure AnnaJuliana