Ich finde es hört genau hier auf! Sicherheitsvorkehrungen hin oder her! Wo führt uns das hier bitte hin?

Auch wenn laut einem Bericht der Zeit, der „Kontrolleur am Bildschirm die zu überprüfende Person nicht direkt sehen kann und somit die Intimsphäre nicht verletzt wird“, finde ich die Vorstellung, dass mich ein Röntgengerät nackelig macht, äußerst erschreckend.

Ich habe irgendwie auch Zweifel an der „Freiwilligkeit“ dieser Dinge. Freiwillig ist für mich ein relativer Begriff. So könnte man auch Personen, die kein elektronisches Nacktbild haben wollen, durch stundenlange Kontrollen schicken. Aber mal ganz ehrlich, selbst das wäre mir lieber.

Ich weiß nicht, ob ich mich jemals an diesen Gedanken gewöhnen kann! Als ich die französischen Nachrichten gesehen habe, habe ich zuerst gedacht, es wäre ein schlechter Scherz!

Meine Reaktion: „Sag mal, hackt´s denen jetzt völlig???“

Wenn es wenigstens Umrisse wären, aber schaut euch doch mal bitte die Fotos von der Financial Times an!

Unfassbar… Wirklich…

Als ich Freitag am Flughafen in Lyon ankam, konnte ich an einer langen Schlange Menschen vorbeistolzieren um mein Gepäck abzugeben. Ein Gefühl von Prominenz, nur dank der Erfindung des Online-Check-Ins. Durch die Sicherheitskontrolle ab ins Flugzeug, alles total unproblematisch.

Beim Umsteigen in Paris konnte ich meine Chinesisch-Kenntnisse unter Beweis stellen. Es war anscheinend sehr unterhaltsam, als ich einer Gruppe Chinesen meine Sätze runterratterte („Hallo, hast du schon gegessen? Wie gehts dir? Gut, Schlecht. Ich liebe dich. Ich heiße Anna!“ alles in logisch sinniger Reihenfolge :-) ) zu allem Überfluss: Es stellte sich heraus, dass die Jungs und Mädels auch in Grenoble ein Praktikum machen! Die Welt ist klein, oder?

Leider musste ich mir noch glatte vier Stunden die Füße vertreten, da mein Flieger zu spät kam. Und denkt ja nicht, dass das ein Kinderspiel war! Ich hatte mir extra Arbeit mitgenommen, die war nach einer Stunde geschafft. Der Duty Free Bereich war sehr überschaubar („Halloooo? Es ist hier doch Paris, oder nicht??“) und man hat normalerweise die Wahl zwischen Pest und Cholera wenns ums Essen geht… die Cholera alias Bäcker machte schon um 19 Uhr zu. Also blieb mir noch ein „Bistro“, dass „natural food“ anbat: Eingetütete Nudeln (150 g für 8,20€) die dann an der Kasse in die Mikrowelle geschoben wurden… Ich nahm lieber ein Stück Käsekuchen für 5 €… no comment

Aaaaaber nach alledem konnte ich meine Eltern um 23.15 Uhr herzlichst in die Arme nehmen *schnuff*

Schon um 8 Uhr am nächsten Morgen gings für mich auf nach Aachen, zum strategisch rumzuschießen.

Das Paintball spielen an sich, war echt lustig. Nur waren bestimmt über 100 Menschen auf dem Platz und somit einfach zu viel. Interessant waren natürlich die „Pros“, die jedes Wochenende auf die Farbenjagd gehen, mit eigenem Equipment und den mächtigsten Strategien…Funny to see

Ein paar Jungs sind ab und an auch mal vor meinen „Markierer“ gelaufen, aber das hielt sich auch in Grenzen :-) Was ich von dem Tag als Erinnerung mitnehme? Drei blaue Flecken, der Schlimmste ein bisschen größer als ein 2€-Stück, schimmernd in Grün, Blau und Lila… Hat mir nicht mal jemand gesagt, dass Paintball nicht weh tut? Habt ihr das schonmal gemacht? Es würde mich brennend interessieren, ob ihr schmerzfrei aus der Geschichte rausgekommen seid?

Sonntag gabs das absolute Vollfressen, offiziell als Brunch bezeichnet. Meine Mutter hat so viel zu Essen gemacht, dass wir von 11 bis 14 Uhr nur gegessen haben, ohne Pause! Brötchen, Croissants, Aufschnitt, Rührei, Speck, gekochte Eier, Müsli, haufenweise Obst, Nüsse, Tomaten mit Mozzarella, Maultaschensuppe, Fleichkäse mit bayrischem Kartoffelsalat, Marmorpudding… Eigentlich hätte ich im Flieger gefühlte zwei Sitze gebraucht :-)

Apropos Flieger, Notiz an mich selbst und an den Rest der Welt: Wenn man mit einer Fokker100 fliegt, bucht man Sitze in den vorderen Reihen, sonst läuft man Gefahr direkt neben einer der Turbinen zu sitzen! Angenehm ist anders!

Nach meiner Landung in Lyon habe ich den stündlichen Reisebus verpasst, da mein Koffer unbedingt mit seinesgleichen ein Fließbandgefecht eingehen musste. Neben mir stand jemand, der mein leises Fluchen wahrnahm und zufällig (good luck!) auch nach Grenoble musste. Er hat noch einen anderen Unglücklichen in sein Auto eingeladen und uns zum Grenobler Bahnhof gebracht. Lief also wie geschmiert :-)

Momentan bin ich wieder komplett in der Arbeitswelt angekommen. Viel zu tun, aber ich bin sehr motiviert.
Also es läuft wieder ganz normal… Ich hoffe ihr hattet auch alle ein schönes Wochenende!

Viele liebe Grüße

Anna