Für einen großen Freund
Lieber Anna.
Es ist groß gewesen, Sie zu kennen. Ich hoffe,
dass unsere Freundschaft Letzte Zeit
Ich wünsche Sie Glück nicht, weil ich weiß, dass sie in allem erfolgreich sein werden,
dass sie wollen
Sieh Sie bald!!!
Kelly P

Kelly kann normalerweise kein Wort deutsch! Sie hat so lange im Internet gesucht, bis sie diese Sätze zusammen hatte. Diese Worte stehen in roter Schrift auf einem DIN A3 Plakat neben einer gezeichneten Karikatur ihres Portraits. Genauso wie von 13 anderen Kollegen / Freunden, die mich gestern Abend überwältigt haben.

Ich habe schon über meinen Chef geflucht, weil er mich gestern nicht von der Arbeit hat gehen lassen. Bis halb 8 habe ich noch über meinem Computer gehangen, an meinem letzten Abend in Grenoble. Ich hatte mich schon damit abgefunden  einen ruhigen Abend zu verbringen, denn er wollte anschließend noch in ein Café um über das Praktikum zu sprechen. Am letzten Abend allein mit meinem Chef um über die Arbeit zu sprechen… Na supi… „Komm wir essen schnell was und dann bring ich dich heim. Ich kenn da ein gutes kleines Restaurant“… Mhm ok…

Und als ich die Tür zu dem kleinen Restaurant öffnete, applaudierten 14 Leute in meine Richtung, gröhlten und lachten… Ich wusste gar nicht wie mir geschah! Es gab tolles Essen, wir haben viel gequatscht und gelacht und mir wurde ein kleines Geschenk überreicht: Einer meiner Kollegen hat von jedem eine Karrikatur gezeichnet und jeder hat mir etwas dazu geschrieben… Ein tolles Souvenir!

Anschließend sind eine Freundin und ich dann noch zu einem kleinen Konzert gefahren. Am Rande der Stadt in einer alten Fabrikhalle feierten wir mit einer Percussiongruppe. Die waren so klasse, dass zwischendurch sogar ein Pärchen spontan auf die Bühne gesprungen ist, um zu tanzen :-P

Ich hatte diese Woche jeden Tag einen „Good Bye Grenoble“- Abend. Montag haben wir ein Kostüm-Dinner gemacht. Da fast jeder ein typisches Essen seiner Heimat gemacht hat, haben wir so viele neue Gerichte entdeckt. Immerhin waren Frankreich, Venezuela, USA, Serbien, Brasilien, Rumänien, und Deutschland anwesend! Anschließend haben wir gequasselt, rumgealbert und Teenagerspiele gespielt. Ein gelungener Abend!!!

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Dienstag war mein letzter Erasmusabend! Es gab 3 Livebands und wir haben viel getanzt. Die letzten Straßenbahnen fahren hier um 1 Uhr (egal ob am Wochenende oder unter der Woche) also war ich um halb 2 im Bett, glücklich, zufrieden, und vor allem müüdeeee!

Den Mittwoch Abend habe ich mit einigen Erasmusleuten verbracht. Dort ist mir erst bewusst geworden, dass ich ja wirklich fahre! Als dann ein portuiesischer Freund vor mir stand und „Alors Petite“ (= Also Kleine) zu mir sagte kam dann der Kloß…

Ich werde so viele Leute hier so sehr vermissen :-(
Tschüss zu sagen ist so doof!