06.07.2011 Lak Xao, Hotelzimmer

Liebes Reisetagebuch,

die Anderen sind zum Essen, ich kann nicht mit. Ich lieg mit erhöhter Temperatur und Kreislaufproblemchen im Bett und werde gleich ziemlich fix einschlafen. Der Grund? Viel Schweiß, und wenig Trinken. Meine Mutter würde jetzt schnalzen und den Kopf schütteln. Das unartige Kind… Aber ich fang erst einmal von vorne an:

Heute war der erste große Reisetag der Tour, und der erste Schritt in Laos. Um 6.30 Uhr morgens ging es los, nachdem ich zum Frühstück zwei trockene Brötchen, eine Banane und Wasser ergatterte. Wir verließen Hanoi in einem kleinen Bus.

Ca. 6 Stunden Busfahrt würden es sein bis zum Mittagsessen, mit wenig Pausen. Wir fuhren durch unbeschreibliche Landschaften. Zuerst im Flachen, vorbei an Reisfeldern, durch Dörfer hindurch, in die Berge. Wunderschöne Berge!!! In der Schnelle nahm ich so viele Eindrücke auf, zum Träumen.

Im Bus war es uns allen leider zu warm. So warm, dass ich kaum schlafen konnte. Da wir durch die Berge fuhren und nur begrenzte Toiletten-Möglichkeiten hatten, traute sich kaum jemand viel zu trinken. Mich eingeschlossen. Wer schon einmal in der Region war, wird wissen, dass auch die Toilettenstops nicht die Angenehmsten sind. Die berüchtigten „Löcher-im-Boden“-Toiletten gibt es hier sehr häufig, und die Hygiene kann man mit den Hygienestandards von Autobahntoiletten vergleichen. Aber darauf kommt es ja nicht an.

Zum Mittagessen hielten wir in einem kleinen Dorf. Das Essen war nicht besonders, etwas gebratener Reis mit Kohl. Sehr einfach. Die Verständigung war schwer. Auch hier war es furchtbar warm, bzw. schwül. Aber jeder wurde satt und wir konnten gestärkt weiter fahren.

Kurz darauf fiel die Klimaanlage im Bus komplett aus. Mit allen Fenstern geöffnet, war die Situation nun sogar besser als vorher und ich war froh etwas Luft zu bekommen.

Nach weiteren zwei Stunden erreichten wir die Grenze. Wir mussten eine „Korruptionsgebühr“ (Wie unser Guide sagte) von 1$ pro Person bezahlen, damit wir nach Laos durften. Auf der Laos-Seite der Grenze sah ich zum erstem Mal riesige Schmetterlinge und war fasziniert. So schön!

So hässlich geschafft sah ich übrigens aus :)

Wir bekamen einen anderen Bus, komfortabler und mit Klimaanlage :) Eine Stunde brauchte es noch bis Lak Xao und unserem Hotel. Ab hier gibt es für diesen Tag keine Fotos mehr. Ich stieg aus dem Bus und merkte sofort, dass ich mich setzen sollte. Es wurde schwarz… Die Anderen merkten das auch. Irgendjemand trug mein Gepäck ins Hotel, ich kann aber nicht mehr sagen wer. Der Hotelier brachte mein Gepäck dann in mein Zimmer, und ich hüpfte danach sofort ins Bett. Gahly (meine „Mitbewohnerin“) besorgte mir noch mehr Wasser und ging dann mit den Anderen essen.

Ich hab jetzt etwas Ruhe. Und kann mich etwas erholen. Wenn ich nach Links neben das Bett schaue, krabbelt ein kleiner Gecko durchs Zimmer. Ich bin also nicht ganz alleine. Und morgen wird es mir auch wieder gut gehen.

Eins ist klar: Ich werde die nächsten Tage mehr Flüssigkeit zu mir nehmen. Versprochen :)

Laotische Grüße in den Abend!
Deine AnnaJuliana

Meine Schwester hat mich angemeldet und sie hat es zu Weihnachten bekommen. Wir werden morgen gemeinsam nähen lernen!

Ich hab zwar schon ein paar Dinge an der Nähmaschine genäht, aber ich saß lang nicht mehr vor meinem Nähapparat. Wird also Zeit!

Der Kurs geht 2 Stunden an je 5 Tagen, und ich werde natürlich berichten, was ich genäht hab ;-)

An euch alle ein schönes Wochenende.
Neues aus dem Cockpit gibt’s bald!!!!

Eure AnnaJuliana

… in die Seite von 1Live …

„Einen zweiten Anlauf brauchten Anna und Tim. Er hatte sich mal – einfach so – im 1LIVE Freundeskreis angemeldet, ohne auf der Suche nach der großen Liebe zu sein. Mit Anna wechselte er ein paar Mails. Aber dann schlief der Kontakt für längere Zeit ein. Irgendwann hinterließ Anna einen Kommentar unter seinem Foto, die beiden telefonierten, trafen sich, sind jetzt – seit genau einem Jahr – ein Paar und planen gerade ihr gemeinsames Haus.“ (Quelle:1Live)

Das Ganze war zwar schon im Dezember (kurz nach Weihnachten), aber ihr sollt es ja trotzdem sehen :)
Hier der Link: Klickt auf das zweite Paar.

Jaja… So lang ists schon her, dass ich den Aufhellmann da im Netz gefunden hab. In 2012 steht mein Umzug ins Münsterland an. In ein Haus, das noch umgebaut werden muss, und hinterher so groß ist wie eine Wohnung, aber das muss ja keiner wissen :-D

Für alle die noch Partner suchen: Versteckt euch nicht, wenn ihr das übers Internet tut. Ich weiß, manchmal kommt einem das verzweifelt vor. Aber das ist es nicht. Es schwirren nicht nur Idioten im Netz, sonst würdet ihr hier ja auch nicht schwirren und lesen (einschmeichelnd, nicht wahr?)

Seid lieb gegrüßt!
Und: Genießt das schöne Wochenende!
Eure AnnaJuliana

Seit ein paar Jahren versuche ich Weihnachten ein bisschen anders zu gestalten. Unter dem Weihnachtsbaum sollen nicht nur Geschenke für die bekannten Gesichter sein. Eines meiner Geschenke ist für jemanden reserviert, den ich nicht kenne. Jemand, der dieses Geschenk vielleicht mehr brauchen kann, als andere. Quasi ein Zeichen für das Mitmenschen-Sein.

Dieses Jahr habe ich kein Geschenk verpackt. Nicht, weil ich nicht wollte. Nein, ich wusste nur nicht, wie man Zeit verpacken könnte…

Ich bot einer sozialen Einrichtung in der Nähe meine Hilfe für einen ganzen Tag an. Ich berichtete von meinem Wunsch, ein bisschen Zeit zu verschenken, an die Menschen, die sich über meine Zeit ein bisschen freuen könnten. Und wenig später schlummerte eine Antwort in meinem Emailpostfach. Eine Einladung…

Und so verbrachte ich den 27.12.2011 in einer Tagespflege und konnte diesen Tag als einen sehr tollen Tag in meinem Kalender markieren.

Ich muss zugeben, ich wusste vorher nicht, was überhaupt eine Tagespflege ist. Die „Zu-Verpflegenden“ werden morgens in die Einrichtung und nachmittags wieder nach Hause gebracht. So ist man zwar betreut, übernachtet aber Zuhause. Die meisten kommen so ca. 2-3 Mal in der Woche, zum Beispiel um unter andere Menschen zu kommen, oder auch um die jeweiligen Familien zu entlasten.

Morgens war ich so aufgeregt. Ich wusste nicht, was mich erwarten würde. Welche Menschen vor mir stehen. Was ich an dem Tag so alles helfen könnte. Die Aufregung war letztendlich aber gar nicht nötig. Alles war gut.

Ich begegnete sechs pflegebedürftigen Damen und Herren. Jeder von ihnen trug seine eigene Geschichte mit sich herum, jeder sein eigenes Leid. Von Demenzerkrankungen, bis zu Folgeschäden durch Schlaganfälle, alle versammelt zum Frühstück an einem Tisch. Man könnte es glauben, aber das Zusammentreffen war alles andere als traurig.

Jeder von ihnen startete den Pflegetag mit einem Frühstück. Danach las ich allen die wichtigsten Meldungen in der Zeitung vor, quer durch Weltliches, Wetter, Sport und Lokales.

Die, die noch spielen konnten, wünschten sich von mir Bingo. Also bekam jeder einen Zettel und durfte seine Glückszahlen aufschreiben. Danach zog ich nach und nach Nummern, bis der, oder die Erste „Bingo“ jubelte.

Anschließend brachte ich eine Dame im Rollstuhl zum Uhrmacher, Batterien wechseln. Zeit ist eben wichtig!

Danach stand Dart auf dem Programm (Dart mit Klettkugeln). Dann Mittagessen. Dann Mittagsschlaf (natürlich nicht für mich). Dann Kaffee und Kuchen. Dann Kniffeln.

Dann kam der Bringdienst und brachte sie alle wieder behütet nach Hause. Und ich trat auch meinen Heimweg an.

Natürlich konnte ich nicht viel tun. Ich bin keine Pflegerin. Ich bin keine Heilerin. Und es war ja auch bloß ein einziger Tag. Aber ich konnte tun, was ich eben tun kann. Zuhören, Vorlesen, Spielen, Fröhlich sein. Ich hoffe einfach, dass wenigstens einer von ihnen dadurch ein Lächeln mit nach Hause nehmen konnte.

Sozial sein ist wichtig, finde ich.
Für mich.
Für andere.
Für unsere Welt.

In der Hoffnung immer wieder andere anzustecken: Lasst uns zusammen sozial sein!

Frohes Neues ihr Lieben!!!

Habt ihr schöne Vorsätze für 2012?
Einer Meiner ist, dass dieser Blog wieder lebt.
Und das wird er auch!

Leider war hier ja lange „Flaute“.
Ich kam nicht zum Schreiben, auch wenn ich viel erlebt habe.
Nun liegen 2 Urlaube in meinem „Schreibe-To-Do“ und auch noch das ein, oder andere Erlebnis. Viel zu schreiben für mich, viel zu lesen für euch!

Ich habe schon ein paar Einträge vorgefertigt. Und vielleicht ändert sich ja auch noch mal was am Design hier auf der Seite :-) Seid gespannt!

Nachträglich übrigens noch: Frohe Weihnachten :)

Ihr Lieben, nun gehts zum Mittagessen zu meinen Eltern.
Bis ganz bald!

Eure AnnaJuliana

Ein paar Tage ist es schon her, die Nachricht bleibt trotzdem wunderschön.

Da ist ein kleines Mädchen neu hier auf Erden und teilt mit mir etwas Besonderes: den Zweitnamen Juliana!!! Und ich teile ihn gerne mit ihr!

Seid also bereit für eine neue starke Persönlichkeit, die mit Sicherheit das Ein oder Andere in dieser Welt verändert. Das tut sie ja jetzt sowieso schon! Und da wird noch Einiges folgen!

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Hallo kleine Juliana 1/2!
Willkommen hier!
Ich freu mich, dass du da bist!

Die nächsten Tage werden dir ganz viele Menschen „Hallo“ sagen, und dich in ihr Herz aufnehmen. Und ein bisschen wirst du sie auch mit dir mitnehmen!

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Begegnungen, die die Seele berühren,
hinterlassen Spuren, die nie ganz verwehen.
(unbekannt)

Hallo ihr Lieben,

Jetzt hab ich mich wieder so lange nicht gemeldet, aber ich habe euch nicht vergessen. Ich habe nur viel um die Ohren. Aber bald kommt der nächste Reisebericht. Vor allem weil ich seit dem schon wieder im Urlaub war ;-)

Bis dahin sende ich Grüße aus einem Running Sushi in Nürnberg:-)

Eure Anna Juliana

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05.07.2011 Hanoi, Hotelzimmer

Liebes Reisetagebuch,

nun habe ich schon den zweiten Tag Hanoi hinter mir. Heute konnte ich einen besseren Eindruck über die Stadt gewinnen. Dennoch bin ich froh etwas Neues zu sehen. Hanoi ist zwar eine spannende Stadt, aber für mich gibt es schönere Orte. Das Gehupe und der viele Verkehr nerven. Aber ich erzähle euch trotzdem von meinem Tag.

Morgens flog ich noch kurz im Internet herum. Übrigens ist in Vietnam Facebook komplett gesperrt. Was nicht ins Land passt, wird halt zensiert. Jedenfalls surfte ich ein paar Minuten, bis mich jemand ansprach.

Ob ich auch in der Reisegruppe sei? Jop! Dann wäre sie meine Reiseleiterin. Eine thailändische Frau um die 30 (würde ich tippen) und da ihr Name so kompliziert sei, nennen sie alle Apple. Äpfel fand sie als Kind eben  lustig, und ihren eigenen Namen mochte sie nicht. Mit einer Äpfelin gehts also durch Südostasien!

Sie organisierte mir noch schnell einen Platz in einer Motorrollertour am Mittag. Hier würden die anderen der Gruppe auch teilnehmen. Sie haben vorher schon mit ihr zusammen Vietnam erkundet, kannten sich also schon. Wir stoßen zu viert auf eine bestehende Gruppe. Eine der anderen „Neuen“ wird sich mit mir ein Zimmer teilen. Ich habe sie heute zum ersten Mal gesehen, aber der Reihe nach…

Ich legte schnell einen Brief an meine noch unbekannte Mitbewohnerin aufs Bett und zog los: Vor der Rollertour wollte ich mir noch das Ho Chi Minh Mausoleum ansehen. Ho Chi Minh hat maßgeblich zur Befreiung Vietnams vom Kolonialismus beigetragen und wird hierfür von den Vietnamesen hoch gefeiert. Das Mausoleum ist nur bis 11 Uhr Vormittags geöffnet und jeden Tag sowohl von Einheimischen, als auch von Touristen überlaufen. Der Garten um das Mausoleum soll wohl schön sein. Deswegen machte ich mich auf den Weg.

Ich lief durch die Straßen bis ich das Mausoleum sah: Ein großer grauer Klotz. Vor dem Mausoleum war ein riesiger Platz. Doch durfte man diesen nicht betreten. Es gelten hier wohl Regeln, die nirgens geschrieben stehen, die Einheimischen kennen sie aber und die Touristen lernen Sie mit vielen hinweisen von Polizisten / Militär. Ich lief also – beobachtet von Männern in Uniformen – einen verdammt weiten Umweg um den Platz herum, durch Parallelstraßen bis auf die andere Seite des Mausoleums.

Und auch hier gingen die Regeln weiter. Eine Frau stellte alle Neuankömmlinge in Reihen auf. Dann ließ sie immer ca. 10 in einen Vorbereich, in dem man seine Taschen abzugeben hatte. Ein Mann schob willkürlich und ohne System Menschen von rechts nach links. Er entschied wer wo seinen Rucksack abgeben durfte. Nach wuseligem Durcheinander hatte ich Tasche gegen Nummer getauscht und lief nur noch mit Pass, Geld und Kamera eingereiht in eine Menschenschlange…

Die Schlange bewegte sich einige Zeit, bis dann Kameras abgegeben werden mussten. Auch meine Kamera wurde gegen eine Nummer eingetauscht. Ich muss dazu sagen, dass ich das nicht wollte. Ich wollte ja nur in den Garten und in dem durfte man fotografieren. Allerdings verstand hier niemand, warum ich nicht in das Mausoleum wollte. Ich wollte ja niemanden beleidigen. Also schloss ich mich weiter der Schlange an, die langsam aber sicher in ein großes graues Gebäude kroch, um an einer offen aufgebahrten, präparierten Leiche vorbeizulaufen und dann das Gebäude wieder zu verlassen. Vor mir lief eine Vietnamesische Familie. Die Mutter nahm ihr kleines Mädchen an die Hand. Stehen bleiben verboten!

Es tut mir sehr leid: Ich verstehe nicht, dass hunderttausende Menschen pro Tag starrend an einer Leiche vorbeilaufen. Einheimische kommen wohl regelmäßig um ihn anzusehen. Ich würde das nicht wollen. Ich wollte auch eigentlich keine offen aufgebahrte Leiche sehen. Ich dachte auch vorher man sieht „nur“seinen Sarg. Geschmacklos. Man munkelt übrigens, dass Ho Chi Minh eigentlich verbrannt werden wollte, also auch gar nicht so enden wollte…


Naja ich war dann ja auch in dem gewünschten Garten, und konnte ein paar Eindrücke gewinnen. Unter anderem einen kleinen Tempel, in dem ein Mann mir vieles erklärte und ich Fotos machen durfte. „Willkommen Fremde!“

  

Ich traf auf dem Weg zum Hotel einige aus der Gruppe. Ich hatte sie schon kurz im Hotel gesehen und sprach sie einfach an. Wir wollten gemeinsam mit dem Taxi zum Hotel.

Wir nahmen ein Taxi mit Taximeter (da man ja von Thailand weiß, dass das gut ist) und stiegen in ein Taxi mit manipuliertem Taximeter. Für 500 Meter sollten wir schon 5 Euro bezahlen. Wir stiegen aus und wollten nichts bezahlen, was zu starken Diskussionen führte. Der Mann wollte die Polizei holen, und wir wollten es schon fast drauf ankommen lassen, aber gaben ihm letzendlich einfach das Geld, was man in vietnamesischen Verhältnissen für 500 Meter bekommen würde. Den Rest liefen wir bis zum Hotel.

Ich zog mich um (geht hier nicht anders ;-) ) und bereitete mich mental auf die nächste Tour vor. Wie viel Respekt ich hier vor Motorrollern habe, und dann steig ich auch noch selbst auf eins. Verrückt…

Aber eh ich mich versah, saß ich hinter einem Motorrollerfahrer, der mich in der Gruppe durch Hanoi führte. Über die alte Brücke über den Fluss, zurück in die Stadt zur Oper, zum ehemaligen Gefägnis, durchs Botschaftsviertel, vorbei an Museen und Seen.

An einem Restaurant quiekte mein Fahrer kurz auf und erzählte mir erfreut, dass man hier gut Hund essen könne, und dass wenn ich schnell gucken würde auch ein Hund draußen bereitläge. Ja… Da lag er. Ein Hund zubereitet wie ein Spanferkel. Na lecker,…. Aber für ihn ist sowas nunmal eine Spezialität, ich würde das nie anrühren.

Unsere Gruppe wurde auch zu einem abgestürzten, amerikanischen Flugzeug geführt. Während des Krieges stürzte es in den See. Wie ein Wunder kam (außer dem Piloten wahrscheinlich) niemand ums Leben, und die umstehenden Häuser blieben unbeschädigt. So ruht das Flugzeug noch haargenau wie nach dem Absturz in dem See als Denkmal.

Übrigens: Für mich neue Gegenstände, die auf Rollern transportiert werden: ganze Leitern und Käfigweise Vögel. Wusstet ihr eigentlich wie hier typischerweise Vögel gehalten werden? Seht selbst:

Nach der Tour ging ich noch mit einem Mädchen, was die Reisegruppe morgen verlassen wird in den botanischen Garten. Sie (aus England) ist mit einem Arzt verheiratet, der auch mitreist. Sie waren zuvor 5 Monate für eine Hilfsorganisation in Malawi.

Ich behaupte jetzt einfach mal: Der botanische Garten ist der ruhigste Fleck unter offenem Himmel in Hanoi. Das Hupen ist hier weiter entfernt, das Grün gibt Gelassenheit, und anscheinend gibt es auch Privatsphäre für die Einheimischen. In einem Land, in dem Zärtlichkeiten niemals in der Öffentlichkeit gezeigt werden (es fängt schon beim Händchenhalten an), saßen hier ein paar Paare auf Picknickdecken sich umarmend. Sobald sie Schritte hören, schrecken sie auseinander. Schon irgendwie süß.

  

Nachdem wir einige Runden drehten, gingen wir zum Hotel zurück. Hier traf ich dann endlich auf meine Zimmernachbarin! G. ist aus den Staaten nach Vietnam geflogen. Sie ist Grundschullehrerin in Texas und kommt urprünglich aus Mexiko. Sie ist etwas kleiner als ich und unheimlich hübsch, und das wichtigste: sehr nett. Wir werden uns sicher gut verstehen! Zusammen mit den zwei anderen „Neuen“ bekamen wir später von Apple eine Einführung in GAP Adventures und gingen mit allen anderen gemeinsam Essen. Während wir auf unser Essen warteten gab es gleich 3 Mal Stromausfall. Aber das Essen schmeckte. Ich hatte irgendwas Undefinierbares mit Ananas, aber es war lecker :-)

Nun werde ich gleich die Augen schließen, denn morgen wird ein anstrengender Tag. Wir werden den ganzen Tag mit dem Bus bis Laos fahren, ohne große Zwischenstops… und es geht früh los…

Bis bald liebes Reisetagebuch!
Deine AnnaJuliana

04.07.2011 Hanoi, Hotelzimmer

Liebes Reisetagebuch,

„Good Evening Vietnam!“
Nun ist schon wieder der nächste Tag vorüber, und heute schon der Erste in Vietnam.

Die Nacht zu heute war furchtbar. Durch das Zimmer direkt auf der lauten Khao San konnte ich erst um 4 Uhr richtig schlafen. Und um 7 Uhr ging auch schon wieder der Wecker um zum Flughafen zu fahren.

Ich kam übrigens mit 18,7 kg durch das Flieger-Checkin. Und das schon nach 2 Tagen…

Der Sicherheitsbereich des Flughafens ist riesig. Ich habe mich ein bisschen umgesehen und dann noch eine Kleinigkeit gegessen.

Nicht weit von mir lief ein kleines Mädchen mit ihren Eltern. Mit Pampas-Popo, Lolli und Riesen-Teddy strahlte sie allen ein großes Lachen auf das Gesicht. Überall hielt sie an und guckte mit großen Augen in die Welt. Auf einem Rollsteig blieb sie einfach mittig stehen und guckte. Hinter ihr sammelten sich alle eiligen Menschen an und warteten brav, während ihr Vater sie zum gehen motivieren wollte. Aber warum gehen, wenn man doch eh schon fährt. Sie lutschte einfach ihren Lolli und zeigte der Menschenschlange hinter ihr, dass man auf Rollsteigen nicht eilen muss. „Achtung, Achtung, Strahlekind bringt Ihnen Ruhe bei!“

Achso, auch hier sind Mönche natürlich hoch angesehen. Die besten Sitzgelegenheiten im Flughafen sind für Mönche, Behinderte, Schwangere und Hilfsbedürftige reserviert.

„Good Bye Bangkok!“
Der Flug an sich war gut. Qatar scheint eine tolle Fluggesellschaft zu sein. Während ich bei Air Berlin mit einem Gemeinschaftsfernsehen zufrieden sein musste, hatte ich hier massig Filme auf einem Privaten Monitor. Nur zu wenig Zeit!

Als ich meinen ersten Schritt aus dem Gebäude machte, dachte ich mir, wie gut das Klima doch in Bangkok war. In Bangkok hatte ich gedacht, dass es fast nicht schlimmer sein könnte (weil es eben sehr schwül ist) aber hier war es so drückend warm und schwül, dass ich sofort wusste: Es wird ne harte Eingewöhnung. Aber das werde ich meistern.

Ich wurde am Flughafen abgeholt und ins Hotel gebracht. Als wir so im Auto fuhren, wurde mir nach und nach immer deutlicher, wie unterschiedlich diese beiden Städte doch sind. Hier in Hanoi ist Hupen Volkssport und es fahren wahnsinnig viele Menschen auf Motorrollern herum. Und auf diesen transportieren sie hier wohl alles. Von (LEBENDEN) Schweinen…

…über Eier…

…bis hin zu Ziegen.

Der Fahrer zeigte stolz von Roller zu Roller und schien erfreut über jedes weitere transportierte „Gut“, das er mir zeigen konnte. Ich konnte ja schwer schreien, aber bei den Schweinen standen mir die Tränen in den Augen. Ich hab es mir verkniffen und einfach immer wieder ein „ooooh yeees!“ aus mir heraus gezwungen. Es ist eben eine andere Kultur.

Als ich das erste Mal Hanoi aus dem Auto sah, sah ich einige wenige Hochhäuser, die aus einer Smog-Wolke heraus lugten. Bis ich in dem Smog ankam, fuhren wir weiter an Reisfeldern vorbei, an Menschen, die mit Kegelhüten darin arbeiteten und an Motorrollern, die mit wahnwitzigen Manövern und viel Gehupe überholt wurden.

Mein erster eigener Gang in Vietnam war dann etwas wirr. Denn es ist nicht leicht, sich in einer so – ich nenne es mal lebhaften – Stadt zurecht zu kommen. Überall Motorroller, überall Gehupe, überall Abgase, überall Gewusel. In meinem Reiseführer stand irgendwas von „asiatischem Tempo“. Ob das wohl damit gemeint war? Es gibt hier kaum Ampeln, und wenn hält eh niemand bei rot. Hier läuft man einfach los um Straßen zu kreuzten, die Roller fahren schon irgendwie um einen herum. Man darf nur sein Tempo nicht erhöhen oder verringern, denn ich glaube sie planen genau das Schritttempo in ihre Umfahrungen ein. Natürlich muss man auf Autos achten, denn sie können nicht so gut umfahren. Und vor allem: Man darf die Nerven nicht verlieren. Wer schonmal in Hanoi war weiß, dass das nicht immer leicht ist.

Ich hob etwas Geld ab, aber auch damit war ich noch nicht so grün. Eigentlich sind 1 Euro ungefähr 29.500 Dong. Ich habe mich in all der Aufregung verrechnet. Ich habe 200.000 Dong abgehoben und habe irgendwie gedacht, es wären ca. 100 Euro (jetzt lache ich darüber).

Mit meinen imaginären 100 Euro in Dong lief ich weiter und wollte die Stadt erklimmen. Ich kämpfte mich über eine Kreuzung, als ich dann das wohl prägenste Ereignis des Tages miterleben durfte. Eine Ananasverkäuferin legte mir ihre Verkaufstrage über die Schulter. Wie gelämt musste ich so zusehen, wie sie sich meine Kamera schnappte und mir ihren Hut aufsetzte. Eine Zweite zerrte mich in eine Position, Lächeln, Foto, und danach konnte ich im Halbbewusstsein dabei zusehen wie meine 200.000 Dong in 50.000 gewandelt wurden und ich trotz begonenner Dikussion und Einbindung Dritter nichts mehr dagegen tun konnte. Für mich gingen gerade 75 Euro verloren… Für ein verschwommenes Bild.

Danach blieb meine Kamera fürs Meiste in meiner Tasche und kam nur hervor, wenn ich mich sicher fühlte. Schade, aber ich wollte nicht dabei zusehen, wie der nächste mit meiner Kamera ganz verschwindet. Ich war schon froh, dass ich „nur“ 75 Euro verlor, und nicht meine geliebte Kamera verloren hatte. Ich erreichte irgendwann einen See, um den sich die Innenstadt Hanois bewegt.Von hier wollte ich dann weiter sehen.

Von hier aus kann man sich gut orientieren. Und hier traf ich einen englischen Mediziner, der auch alleine unterwegs war. Ich erzählte ihm aufgebracht meine Ananas-Geschichte und er fing laut an zu lachen.

Er lachte laut weiter und sagte: „Aber 150.000 Dong sind doch gerade mal 5 Euro“ und verdammt, er hatte recht. Und verdammt, er hat mir damit den Tag gerettet. Wäre er nicht gewesen, hätte ich Hanoi für den Tag abgeschrieben :)

Ich hob also nochmal Geld ab und wir gingen zusammen zu Abend essen. Er erzählte mir von seinem Leben in England, von seinem Studium, seinem Job jetzt in der Forschung, von seiner Freundin und seinen Kumpels, mit denen er sich am nächsten Tag treffen würde, um Vietnam ohne großen Plan zu erkunden. Es war ein witziger Abend mit guten vietnamesischem Essen in einem kleinen, landestypischen Restaurant, etwas ruhiger gelgen, aber trotzdem mit „hupischem Hintergrundgesang“.

Danach stieg ich in ein Taxi. Der Fahrer und ich machten einen Preis aus, den ich von der Kellnerin als fair abgesegnet bekam (5.000 Dong). Er stellte zur Absicherung trotzdem noch das Taximeter an. Am Hotel wollte er einfach einen viel höheren Preis (50.000 Dong). Wir einigten uns dann auf den Taximeterpreis (28.000 Dong). Hier muss man mit Taxen aufpassen!

Und nun liege ich in meinem Bett. Diese Aussicht hier habe ich aus dem Zimmerfenster:

Heute werde ich früh einschlafen.
Morgen wird wieder ein aufregender Tag.
In Hanoi ist das auch nicht schwer.

Vietnamesische Grüße in den Abend!
Deine AnnaJuliana

03.07.2011 Bangkok, Khao San Road

Liebes Reisetagebuch,

Ein neuer Tag Bangkok liegt hinter mir. und JA. Ich habe heute ein anderes Bangkok gesehen. Ein echtes Bangkok.

Ich bin alleine in den Tag gestartet. Aber erst nach 10 Uhr :) Die Zeitumstellung (5 Stunden nach der Zeit hier) hängt noch in meinem Kopf fest.

Ich aß in einem Lokal ein Omelett zum Frühstück, dann lief ich von hier nach da. Die Orientierungslosigkeit hatte sich noch etwas an mich geklammert. Meinen LonelyPlanet konnte ich nicht mit der Wirklichkeit kombinieren. Irgendwann lief ich einfach der Nase nach. Ich hatte eh kein richtiges Ziel.

Ich wusste von einigen Leuten, dass fast alle Sehenswürdigkeiten (Tempel, Museen) an diesem Tag geschlossen sein würden. Es ist der 03.07.2011. In Bangkok wird heute gewählt. Vor den Tempeln und an Straßenecken sind Pavillions aufgebaut, unter denen Wahlhelfer und Wähler sich um Urnen tummelten und fleißig bunte Zettel von A nach B schoben. Das heißt für alle Unbeteiligten: Kein Alkohol (was mich eh nicht stört, weil ich fast nie trinke) und geschlossene Türen, zumindest zum Teil.

Ich lief also Straßen entlang und orientierte mich an anderen Touristen. Bis ich eine blonde junge Frau auf einer Kreuzung traf. Sie kam aus der Schweiz und verbrachte schon so einige Tage in Asien und auch in Bangkok. Sie hatte die Sehenswürsigkeiten schon hinter sich und keine Lust auf die normale Sightseeing-Tour. Übrigens genauso wenig wie ich, denn ich wollte heute einfach nur Bangkok erleben.

Kurz und knapp: Wir schlossen uns zusammen, denn sie suchte den Fluss um dort mit einer Fähre zu fahren. Das stand auch auf meiner Liste. Vor meiner Reise hatte mir auch meine liebe Freundin N. davon berichtet (Ich verdanke ihr und ihrem Mann überhaupt diesen Urlaub, weil sie mich mit ihrer Thailand-Liebe ansteckten und mitrissen… Also hab ich sie ein bisschen mit mir hier :) ). Also… Ab zum Fluss und rauf auf eine Fähre…

Wir wollten ein Tagesticket kaufen, was man für 150 Baht bekommt. Also irgendwas um die 3,50€. Der Kauf scheiterte aber an den Verständnisschwierigkeiten zwischen der Ticketabreißfrau und uns. Also kauften wir einfach irgendein Ticket für 3 Baht und ließen uns einmal an die andere Seite des Flusses setzen. Dort versuchten wir erneut unser Glück und mussten zur Kenntnis nehmen, dass es sinnlos war :-)

Wir zeigten der nächsten Frau also einfach einen Punkt auf der Karte Bangkoks und bezahlten 14 Baht. Eine andere Frau zeigte uns die passende Fähre und wir stiegen ein.

An öffentlichen Plätzen ist immer auch ein Bereich für Mönche vorbehalten, da sie einen sehr besonderen Status in der Bevölkerung einnehmen. So ist es eben auch auf den Fähren. Die Fähren sind eines der typischen Verkehrsmittel der Bangkoker. Mit ihnen kommt man schnell voran. Unsere Fähre war zum Beispiel ziemlich überfüllt. an einen Sitzplatz nicht zu denken. Einen „Guck-Steh-Platz“ ergatterten wir erst nach 2 Stationen. Und wir waren noch einige weitere Stationen die einzigen Touristen auf dem Stück schwimmenden Etwas.

Wir fuhren ein ganzes Stück lang. Ich würde schätzen wir waren bestimmt eine halbe Stunde auf dem Boot. Wir fuhren unter der Brücke her, dessen Name und Bedeutung ich nicht kenne, aber von ihrem Aussehen schätzen würde, dass sie etwas Besonderes ist. Wir fuhren an Tempeln, an Statuen, an unterschiedlichen Wohnformen, am Leben hier vorbei. Und ich sog es einfach auf. An einer Station sahen wir sogar Menschen Brot ins Wasser schmeißen. Riesige Stücke auf einmal. Blitzschnell rasten noch riesigere Fische an die Oberfläche und verschlangen ihr Mittagessen. Das war irgendwie beeindruckend. Aber leider zu weit weg für ein Foto.

Welche Fähre wohin fährt, erkennt man an der Farbe ihrer Fahne. Den richtigen Plan hab ich zwar trotzdem nicht verstanden, aber immerhin bin ich Fähre gefahren :)

Beim Anlegen läuft übrigens immer alles gleich ab. Das Schiff fährt eigentlich sehr schnell an die Stelle heran. Ein Helfer springt mit einem Seil heraus bindet es fix an einen Pfeiler und zieht das Boot nah heran. Es wird viel gepfiffen, Das Aus- und Einsteigen geht Zack Zack. Irgendwie witzig.

An manchen Haltestellen erkennt man die Art des Bauens am Fluss. Normalerweise sind auch hier die Haltestellen Betoniert im Wasser. Manche Gebilde allerdings stehen auf Holzpfeilern, was in Verbindung mit dem Wasser etwas Morsch macht. Also wurden wohl einfach immer wieder Neue gebaut :)

Wir stiegen einfach irgendwo aus, weil unsere Haltestellennummer nicht angefahren wurde. Wie gesagt, den Plan hab ich irgendwie nicht verstanden :) Wir sahen über den Dächern einen Tempel ragen. Dort liefen wir erstmal hin. Wir sahen eine große Anlage. Einige Mönche liefen an uns vorbei und sogar eine Nonne (Erkennbar an den weißen Gewändern. Mönche tragen Orange. Es gibt auch Männer, die weiß tragen hat man mir erzählt. Diese sind keine richtigen Mönche, da sie nicht alle Regeln befolgen, leben aber dennoch in den Tempelanlagen. Beide Geschlechter rasieren sich übrigens die Köpfe.) Wir sahen zum Beispiel auch Gebetsglocken. Von denen habe ich Zuahuse mal gehört. Man wünscht sich was und läutet. Welches Prinzip allerdings dahinter steht, wann man welche Glocke nimmt und wie diese Wünsche formuliert sein müssen, kann ich nicht beantworten. Trotzdem finde ich sie schön.

Der Tempel an sich, der in einem eher ärmlicheren Viertel stand, gab es noch einen anderen angrenzenden sehr ruhigen und friedlichen Ort. Den Rand des Flusses. Hier waren unzählbar viele Tauben auf einem Platz. Mitten zwischen Ihnen stand ein junger Mönch und fütterte. Niemand sagte hier ein Wort. Auch hier wollte ich die Szene selbst nicht durch ein Foto zerstören. Ein schöner Ort. Friedlich und Ruhig. Geborgen.

Der Tempel, und die dazugehörigen anderen Häuser waren alle in Rot, Grün und Gold-Tönen gehalten. Mitten in einer eher grauen Welt. Nicht sehr reich, aber auch nciht das Ärmste was ich gesehen habe. Aber dennoch: Diese Bunte und Stolze Bauten hoben sich hervor wie ein riesiges Zeichen. Hier hielten sich viele Menschen auf. Die Farben gaben dem noch mehr festliche Stimmung.

Überall fand ich übrigens bisher diese Häuschen. Von ihnen hatte ich auch Zuhause gehört. Man glaubt hier, dass unter uns Geister leben. Sie leben eben auch in den Häusern, die man beziehen will, oder auf den Grundstücken. Da man ihnen den Platz streitig macht, aber sie positiv stimmen mag, baut man ihnen prächtige Häuser und bringt ihnen Gaben. Es gibt Häuser auf einer Säule und und Häuser auf vier Säulen. Die einen sind für die Geister, die schon dort wohnten als man kam, die anderen sind für neue Geister, die einem Glück bringen sollen. Welches Haus jetzt für wen ist, weiß ich nicht. Aber ich weiß für mich, dass ich diese Geste sehr schön finde. Vielleicht bastel ich auch mal einem kleinen Geist ein wunderschönes Haus. Wer weiß…

Zwischen den Anlagen befand sich auch ein großer Baum. Um den Baum herum waren Unmengen kleiner Figuren, meistens Buddhas, befestigt. Viele waren schon mit der Zeit in den Baum verwachsen.

Nachdem wir alles gesehen hatten liefen wir irgendwie Richtung „zurück“. Vorbei an Massen von Wahlplakaten und Wahlstellen, vorbei an viel Verkehr, an Kanälen, und vor allem durch Militärdistrikte. was vielleicht auch an unserem guten orientierungssinn lag *lach*. Aber auch das hier war nunmal Bangkok. Und glaubt mir, der Militärbereich ging über etliche Gebäude, wahnsinnig riesige Komplexe.

Übrigens. Das Müllproblem gibt es natürlich auch. Dass man Müll und Abwasser in Kanäle entsorgt, ist für mich nichts Neues, und es gehört leider in vielen Ländern dazu. Man kann das ignorieren, weil die Straßen selbst eigentlich sehr sauber sind. Wenn man genau hinsieht, kann man diese Ecken aber eben auch sehen. Wobei ich auch schon so manchen toten Kanal in Deutschland gesehen habe, der nicht mehr wirklich appetittlich aussah.

Nach nicht enden wollenden Militärgebäuden nahmen wir „einfach“ einen Bus. Das heißt, wir gingen zu nem Wahlstand und fragten nach Hilfe. Man zeigte spontan auf einen ankommenden Bus, wir beeilten uns sprangen rein und verließen uns auf zwei junbge Frauen, die auf die Frage nach dem Zentrum mit einem Nicken und beruhigenden Gesten antworteten. Wir fuhren eine Weile und die Mädels brachten uns zu dem Ort, wo viele Verkehrsmittel zusammen führten: Das Victory Monument.

Unsere Reiseführer berichteten von einem Kaufhaus in der Nähe. Uns ergriff langsam der Hunger und wir ertasteten unseren Weg durch die verschiedenen Gesichter dieser Stadt. Wohnhäuser neben Straßenständen neben stattlichen Malls.

Zu meiner Schande muss ich gestehen: Wir haben bei Mac Donalds gegessen. Doch glaubt mir: Der Thai-Bevölkerung in diesem Lokal nach zu urteilen gehört auch das zu Bangkok :) Ich werde eh noch genug asiatische Küche zu mir nehmen und Pommes kamen mir gerade wirklich toll vor :)

Nachdem wir uns die Mägen voll schliegen, und über Dies und Das unserer Leben geplaudert hatten, machten wir uns für den nächsten Punkt unserer Tagestour bereit. Wir wollten auf das höchste Gebäude der Stadt und über die Skyline Bangkoks sehen: Den Bayoke Tower. Die Fahrt dorthin verbrachten wir in einem TukTuk. Einem umgebauten Motorroller mit angebrachter, überdachter Sitzbank. Stinkend, Laut, zu Schnell, Beängstigend, aber Bangkok :) Und wir kamen an! Dieses Gebäude fiel uns unten zuerst auf, war aber nur ein Nebe

Es ging mit Aufzügen nach oben. Über die 12. Etage in die 77. Über die 83. auf die 84. Etage, die dann letzendlich ein offene, sich drehende Scheibe war, natürlich eingezäunt.

Wir konnten über die Stadt sehen. Wir konnten einige Sehenswürdigkeiten erblicken, konnten die Verkehrsstrukturen begutachten, und natürlich diese vielen Hochhäuser sehen. Was wirklich beeindruckend war.

Doof aussehen kann ich übrigens auch in Bangkok :)

Hier sieht man übrigens das Victory Monument von oben. Schon ein Unterschied wenn man das Bild oben nochmal vor Augen sieht.

Das Dach des Bayoke Towers ist nochmal etwas weiter oben, allerdings kann man dort nciht hinauf. Ist wahrscheinlich auch besser so. Die 84. reicht auch vollkommen.

Für den sehr teuren Eintritt in der Höhe von 220 Baht bekommt man in einer bar auf der 83. Etage ein Freigetränk. Wir tranken Fruchtshakes und betrachteten lange die Stadt.

 

Wir sahen auch den typischen 18Uhr Regen auf uns zukommen. Auch das war sehr beeindruckend. Als die Regenfront immer näher kam nahm sie uns die Sicht auf ganze Gebäude. Der Regennebel umhüllte die Stadt. Bis wir spontan sagten: Lass uns nochmal rauf gehen. Wir stiegen nochmal die Treppen bis zur 84. hinauf und fragten den Wärter, ob er uns nochmal raus lassen könne. Er zeigte nach draußen und wir beschlossen eine ganze Runde zu drehen… Dieses Foto war das Letze bevor wir unsere Runde starteten:

Wir standen kurz vor dem Abbruch unseres Ziels, gebäugt gegen den Wind, der uns den Regen ins Gesicht schlug. Aber wir motivierten uns gegenseitig und waren wirklich so verrückt, dass wir plitsche, platsche nass die Treppen wieder herunter stiegen. Aber mit einem breitem Grinsen auf den Lippen und mit Gelächter im Gepäck.

Mit dem Bus gings wieder in die Khao San. Wieder wurden wir einfach in einen Bus gesetzt und ein paar Meter zu Fuß zu unserem Ziel gebracht. Es ist wirklich shcön zu sehen, dass die Leute hier eigentlich zu schüchtern sind, oder uns nicht verstehen, aber immer irgendjemand, mit irgendwelchen Gesten zur Hilfe kommt. Unsere Helferin war eine Besitzerin eines Fashion Stores in einer Shopping Mall. Von unserem Bus brachte sie uns über rote Ampel einer sechsspurigen Straße. Das gehört hier wohl auch zum Leben. Wir haben uns einfach sehr nah an sie gehalten, ihr vertraut und überlebt. So einfach :)

In der Khao San trafen wir vor einem Massagesalon mal wieder auf die drei Niederländer. Wir machten parallel Wellness an diesem Abend. Während wir Mädels in der Pediküre saßen, machten die Jungs Gesichtsbehandlungen, und während wir Gesichtsbehandlungen machten, machten die Jungs Fische-Füttern. Danach machten wir nochmal eine Stunde Ölmassagen in einem kleinen Massagesalon noch etwas weiter entfernt.

Wir aßen dann noch alle Fünf gemeinsam zu Abend.

Das war ein so netter Tag. Morgen werde ich sehr früh aufbrechen um nach Hanoi zu fliegen. Auch die Schweizerin wird morgen abreisen. Allerdings noch früher als ich. Jetzt sitze ich im Hotel vor meinem wieder gepackten Rucksack. Bald muss ich mal meine Augen zu machen und einschlafen. Aber nach so langen Wellnessbehandlungen kann man das sowieso sehr schnell und fest. Ich sollte mich Zuhause auch öfter mal massieren lassen!

Gute Nacht Thailand.
Schlafenszeit.

02.07.2011 Bangkok, Khao San Road

Liebes Reisetagebuch,

heute morgen bin ich so aufgewacht:

Schön, nicht?!?
Zu dem Zeitpunkt hatte ich schon bestimmt 6 Stunden Flug hinter mir. Nach ein paar Stunden mehr, und nach dem Frühstück, steuerte das Flugzeug dann den Flughafen Bangkok an.

Ich schaute mich schon beim Warten auf das Gepäck ein wenig um, aber fand wenig Leute, die auch alleine reisten. Ich kam ins Gespräch mit 3 niederländischen Jungs, die für einige Nächte ich Bangkok bleiben, bis sie nach Kambodscha und Laos reisen würden. Organisiert hatten sie noch nichts, bis auf ihr Hotel für diese Nacht. Da waren sie mir – zumindest für meinen Aufenthalt in Bangkok – schonmal voraus :)

Momente später stand ich mitten in einer Halle mit meinem Trekking-Rucksack auf dem Rücken. Hunderte Menschen liefen an mir vorbei und ich starrte nur auf die Schilder…
rechts von mir ein Zug Richtung Zentrum…
Geradeaus Taxen, mit und ohne Taximeter…
links Busse.
Wohin?!?

Dazwischen zwei Mädchen aus Australien, die mich aufgeregt warnten, und mir davon abrieten nach Bangkok zu fahren. Sie hatten genug von den bevorstehenden Wahlen, ihr Hotel hatte in der Nacht gebrannt und sie mussten evakuiert werden und auch so wurden sie mit der Stadt nicht richtig warm. Schöne Aussichten, aber ich wollte Bangkok erleben!

Da ich nicht wirklich wusste, was ich als Verkehrsmittel nehmen sollte, und auch noch kein Hotel gebucht hatte, folgte ich dem Tipp eines Bekannten und stieg in ein Taxi mit Taximeter und ließ mich Richtung Khao San bringen. Die Straße, die quasi nur Touristen bewohnen. Hier würde ich auf jeden Fall einen Platz für die ersten Nächte finden. Der Taxifahrer schaltete erst nach den ersten Kilometern das Taximeter an, nachdem er schon Unsummen an Geld für die Fahrt verlangen wollte. Aber nicht mit mir. Ich bezahle ja nicht mehr, als ich muss! Nachdem ich dann über seinen Traum einmal eine Touristin zu heiraten detailliert informiert war, erreichte ich die vom Rest der Bangkokwelt abgeschnittenen Straße.

Während ich die Khao San heraufstiefelte, wurde ich von Menschen belagert, die mir ihr Hotel aufschwatzen wollten. Was dazu führte, dass ich in das nächstbeste Hotel lief und dort bleiben wollte. Ich hatte keine Nerven für Belabereien. Ich blieb also im Rikka Inn. Wahrscheinlich teurer als die anderen Plätze, vielleicht weil man auf flüchtende Ruhesuchenden spekuliert.

Das Hotelzimmer ist sauber. Zwar etwas klein, aber sauber. Was will man mehr.

Ich konnte zwar schon aus dem Taxi Bangkoks Skyline begutachten, aber ich wollte mir nochmal einen Überblick verschaffen: Auf dem Dach des Hotels, neben dem hoteleigenen Swimmingpool.

Das ist übrigens die Khao San von oben:

Und das ist sie von unten:

 

Mein Mittagessen bestellte ich in einem „Irish Pub“, der nicht im Geringsten irisch ist :)
Und wie das Leben so spielt: Ich traf die drei Jungs vom Flughafen wieder. Einer von ihnen ist Halb-Ghanaer und wir konnten über das ghanaische Leben lachen. Bis zum Abend verbrachte ich die Zeit mit den Jungs in der Khao San und in ihren Nebenstraßen. Wir shoppten und handelten wie die Weltmeister.

 

Übrigens: Sobald Gassen breit genug sind, werden sie mit Rollern erklummen und auf der Straße kann man sich für wenig Geld sämtliche Ausweise fälschen lassen (z.B. Führerscheine). Schon irgendwie witzig.

 

Gegen 18 Uhr kam dann etwas für diese Jahreszeit Übliches: der Regen. Innerhalb kürzester Zeit kippten die Wolkenmännchen eimerweise Wasser in die Khao San, aber nur für ca. 30 Minuten. Die Jungs fuhren in ihr Hotel zurück. Für mich gabs dann schon Abendessen und ein – aus dem Trockenen genossenen – Blick auf das Regentreiben…

Als der Regen stoppte, lief ich nochmal die Straße auf und ab. Im Dunkeln und mit den leuchtenden Lichtern gibt die Khao San ein ganz anderes Bild ab. Ich traf zwischen lustigen Ketten und Gürteln eine Französin. Sie hatte genauso wenig Lust ihren Abend allein zu verbringen und wir verabredeten uns für später. Zu unserem Treffpunkt gesellte sich auch ein junger Mann, der mit folgenden Worten in unser Leben trat: „Fish Spa? 150 Baht!“

Ich dachte nur „Als wenn ich meine Füße in irgendein Wasser halte, in dem unzufällig tausende Fische schwimmen und mir meine Füße abknabbern. Sowas Beklopptes“ als meine Begleiterin dem Mann folgte und aufgeregt etwas von „Ich habe davon gelesen, das wird witzig“ erzählte. Wenn ich alleine gewesen wäre, hätte ich das NIE gemacht. Aber es war wirklich lustig. Sie hatte recht.

Wir putzten unsere Füße ab und hielten Sie in das Wasser. Sofort strömten Massen kleiner Fische an die Stellen, an denen es die meiste Hornhaut gibt. Denn (nur zur Erklärung) sie nippen die toten Hautstellen ab, und ernähren sich damit. Der positive Nebeneffekt für uns ist 15-Minütiges Gekitzel und danach Füße, die einem Babypopo gleichen. Naja vielleicht nicht ganz. Aber weich waren sie. Die oberste Hautschicht war ja auch ab :-)

Übrigens: Zuerst denkt man „Oh Gott, ich überlebe noch nicht mal 3 Minuten“. Dann gewöhnt man sich daran und es fühlt sich nicht mehr unangenehm an. An eines gewöhnt man sich aber nie: Wenn die Tiere zwischen die Zehen schwimmen und dort rupfen. Das war nicht so schön :)

Zur Erholung gabs ein paar Straßen weiter dann noch einen Fruchtshake. Unter Lampionen. An meinem ersten Abend in Bangkok. Naja zumindest dem touristischen Teil Bangkoks. Denn hier in der Khao San scheinen die wirklichen Bangkoker nur maximal 4 % der Menschen auszumachen. Morgen werde ich mir das „richtige“ Leben Bangkoks ansehen… Also eher touristisch, untouristisch.

 

Achso… fast hätte ich die wirklich letzte Tätigkeit meines Abends vergessen: Eine halbe Stunde Fußmassage für umgerechnet ungefähr 2,30 €

Ich wette, ich kann heute gut schlafen.
Sehr gut sogar!

Als „Bye Bye“ für heute gibt es noch ein abschließendes Foto. So sehen die Tastaturen hier aus:

Nur gut, dass ich auch „normale“ Buchstaben sehen kann, und nicht nur die Thai-Schriftzeichen. Unsere Schriftzeichen sind sogar größer angezeigt. So konnte ich zumindest ein „Hallo“ nach Hause schreiben.

Naja, für heute erstmal: Gute Nacht Welt!
Bis zum Tag 2 meiner Reise!
Auf dass ich morgen das richtige Bangkok sehe. Noch mehr kann ich eh nicht mehr Shoppen gehen :) Zumindest nicht in den ersten Tagen!

Deine AnnaJuliana

Hallo ihr Lieben,

da ich im Hotel umsonst ins Internet komme, nutze ich die Gunst der Stunde um nochmal Hallo zu sagen. ich bin also gut angekommen. Wenn auch 10,5 Stunden Flug ueber Nacht kein Kinderspiel sind. Als wir den Landeanflug ansetzen hat dann 3 Reihen vor mir jemand lauthals in sein Tuetchen „gehustet“. Das sollte ich also mit dem ersten Ausblick ueber Bangkok verbinden :)

Bisher habe ich nicht viel gesehen, aber was schonmal beeindruckend ist, ist die Skyline. Mein Hotel fuer die naechsten zwei Naechte liegt in der „Khao San“ (die strasse an dem die meisten Backpackerhotels liegen), und die werde ich jetzt erklimmen. Ein bisschen Shoppen, was essen und so weiter. Denn heute brauche ich einen ruhigeren Tag.

Der Himmel ist bewoelkt aber hier ist es trotzdem sehr warm und schwuel. Um Ortszeit 10 Uhr bei unserer Landung (da war es bei euch noch 5 Uhr morgens) waren es schon 28 Grad.

Sooo Leutchens, ich stosse jetzt ins Getuemmel. Was ich mir eigentlich schlimmer vorgestellt hatte. Am Flughafen kamen noch zwei Australierinnen auf mich zu und meinten ich solle lieber nicht nach Bangkok. Sie haetten genug von den poilitischen Streitereien und Demonstrationen. Bisher habe ich von denen aber noch nichts gesehen. Hier fahren mal ein paar mit Fahnen vorbei aber das wars auch schon…

Machtet gut ihr lieben!

Eure AnnaJuliana

… weg und komme auch erst in 2 Wochen wieder :-) 

Bangkok, Hanoi, Vientiane, ich komme!!!

Wenn ich wieder da bin, hört ihr wie gewohnt von mir und ich veröffentliche nach und nach mein Reisetagebuch / meine Fotos :-)

Und bevor ich es vergesse, kommt hier die beste Reiseweisheit in meinen Blog. Die gehört veröffentlicht:

„Guck dir ja die Duschen in Vietnam genau an, bevor du duschst.
Ein Bekannter von mir hat die Dusche angemacht und es kamen lauter roter Würmer heraus.“

Ob es diesen Bekannten und diese Geschichte wirklich gibt, weiß ich nicht. Aber fest steht: Ich werde jedes Mal beim Dusche aufdrehen daran denken :-)

Liebe Grüße
Eure AnnaJuliana

Tatort: Eine alte Tür zu einem Keller, versteckt hinter einer Klapptür
Tatzeit: An einem Tag im Sommer, irgendwann gegen Nachmittag
Tathergang: AnnaJuliana öffnet die Klapptür um an die Kellertür zu kommen. Dann erblickt sie ein Bild. und verfällt in Gedanken…

Das Bild zeigt einen Hafen, ein paar Schiffe. Um welchen Hafen es sich handelt, kann ich euch leider nicht sagen, das habe ich mich auch schon gefragt.

Wer das Bild wohl an die Tür gehangen hat?
Und wann?

Das Haus ist über 100 Jahre alt und das Bild sieht uralt aus. Es hat diese Art von Flecken, die Papier bekommt, wenn es alt wird. Es muss schon ewig an dieser Tür hängen.

Alte Dinge erzählen so vieles, vor allem wenn man die eigentliche Geschichte nicht kennt. Kennt ihr das? Man stellt sich die Geschichten vor, die es vielleicht erzählen könnte. Und so entdecke ich jedes Mal wenn ich dieses Bild ansehe eine neue Geschichte…

Vielleicht hat es damals ein Kind an die Tür gepinnt. Weil es das Meer liebt, und Schiffskapitän werden wollte. Vielleicht ein Traum, der sich irgendwann aufgelöst hat. Wie so viele Träume…

Oder vielleicht war es eine Frau, die ihren Liebsten an die Schifffahrt „verlor“. Vielleicht segelte ihre erste Liebe in ein anderes, fernes Land und das Bild wurde aus Sehnsucht und Hoffen aufgehangen.

Oder es war ein Mann, ein Fan von Schiffen. Vielleicht jemand der Modellschiffe gebaut hat und diese in dem Keller für sich ausstellte. Jedes Schiff schenkte ein Stück mehr Stolz.

Oder war es ein ehemaliger Schiffsmensch?

Oder der Maler selbst, der seinen Traumhafen zeichnete und aufhing?

Was für Erinnerungen an diesem Bild hängen, weiß ich nicht. Vielleicht ist es auch einfach nur ein Bild, was zur Zierde und ohne Bedeutung an eine Tür gepinnt wurde.

Jetzt hat es jedenfalls eine Bedeutung.
Für mich.
Bevor es herzlos irgendwelchen Renovierungsarbeiten geopfert wird, halte ich es als meinen kleinen Schatz. Meinen Geschichtenschatz!

Man kann in alle möglichen Richtungen grübeln.
Jede Richtung erzählt eine eigene Geschichte.
Meist voller Sehnsucht und Hoffnung.
Sucht euch eine eigene Geschichte aus.
Ich schenke sie euch.

Eure AnnaJuliana

Wie die Zeit rennt.

Das alles geht so schnell. Noch sieben Mal schlafen, und ich hänge mir meinen Riesenrucksack auf die Schultern und fahre Richtung Flughafen. Dann noch einmal wach werden und dann bin ich da: In Bangkok!

Mit einem Auge betrachte ich die Nachrichten, denn am 3. Juli (meinem 2. Tag dort) sind in Thailand Wahlen. Und da das Land in der Richtung eine schon blutigere Vergangenheit hat, werde ich das auch zumindest im Auge behalten. Angst habe ich keine, aber ich möchte nicht zufällig in irgendeine Situation geraten, in die ich nicht geraten will.

Aber kritisch ist nur das eine Auge, der Rest freut sich schon riesig. Ich bin so gespannt auf Asien, auf die Menschen, und das was mich in der Zeit dort erwartet. Ich werde nicht allzu lange in Bangkok bleiben. Am 4.7. geht es direkt weiter nach Hanoi (Vietnam). Trotzdem fängt mein Herz an zu hüpfen wenn ich Skyline-Bilder von Bangkok sehe, denn eins ist klar: Ich werde alles versuchen um Bangkok einmal von oben zusehen. Vielleicht bei irgendeinem Getränk in einer teuren Skybar. Egal. Hauptsache durchatmen und abschalten.

In Vietnam angekommen werde ich dann auch bald meine Reisegruppe treffen. Wer wohl alles mit mir reisen wird? Ob ich mich mit meiner Zimmernachbarin verstehe? Keine Ahnung, wenn nicht werde ich auch das überleben :)

Auf ins Abenteuer… Ganz bald… :)
In Reisefieber eure AnnaJuliana

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